Masterplan für Meierhof kommt. Innenhof des Areals soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Und: Umbauarbeiten im alten Kindergarten laufen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 09. August 2020 (04:10)
VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl im künftigen Sitzungssaal. Nach dem Umbau des alten Kindergartens steht der Gemeinde eine zeitgemäße Lokalität für das Gemeindeamt zur Verfügung.
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Der Umbau des alten Kindergartens, die Attraktivierung des Meierhofes und die Erschließung neuen Baulandes sind einige der Projekte, mit welchen sich die Gemeinde derzeit beschäftigt. Die NÖN sprach mit VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl über die Details.

Jetzt wird es endlich ernst. Die Umbauarbeiten im alten Kindergarten am Hauptplatz sind im Laufen. Die Sanitärräume wurden bereits adaptiert. Der ehemalige Bewegungsraum fungiert hinkünftig als Sitzungssaal, ein großer Gruppenraum mutiert zu Büroräumlichkeiten für die Mitarbeiter des Gemeindeamtes. Für alle Anliegen steht ein Bürgerserviceschalter zur Verfügung. Die kleinen Sessel in der Küche sind weg – hier wird sich ein Platz für Besprechungen oder zur Bewirtung finden.

Kommen Bäume oder ein Springbrunnen?

Ob Bäume oder Wasserbecken mit Springbrunnen im schönen Atrium des Gebäudes Platz finden, ist noch nicht geklärt. Im ehemaligen Garten werden Parkplätze errichtet, das Grundstück sowohl von der Hauptstraße als auch von der Bahnsteiggasse geöffnet. Geplant ist der Umzug für Herbst/Winter 2020.

Ein Herzensprojekt für die Ortschefin ist die Belebung des Meierhofes. „Es liegen bereits Planstudien für Nutzungsmöglichkeiten vor. Die endgültige Entscheidung ist aber noch offen“, berichtet Rickl. Zu beachten ist der Denkmalschutz, eine entsprechende Begehung fand kürzlich statt. Im Brennpunkt steht der bislang ungenützte rechte Trakt des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes. Im linken Trakt finden schon jetzt Veranstaltungen der Gemeinde statt, die Räumlichkeiten können auch für private Feste gemietet werden. Ein Kernpunkt der Überlegungen: Der Innenhof soll generell für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Gespräche mit den Grundeigentümern zum Ankauf von Flächen gibt es im Bereich Hörstadt. „Das wäre der logische Lückenschluss für neues Siedlungsgebiet, allerdings nicht um jeden Preis“, spielt Rickl auf teilweise schleppende und schwierige Verhandlungen an. Damit es eine Chance gibt, hier neues Bauland zu erschließen, ist eine Kombinationslösung mit Hochwasserschutzbecken Bedingung. Freies Bauland gibt es, abgesehen von einigen privaten Grundstücken, derzeit in der Gemeinde nicht.

Voll ist mittlerweile auch der erst 2018 eröffnete neue Kindergarten. Ebenso wie die Wohnhausanlagen „Am Weidenbach“, hier ist im Frühjahr 2021 Baubeginn für zwei weitere Häuser mit jeweils 12 Wohnungen. Interessenten können sich vormerken lassen.

Die Sonderförderungen von Bund und Land kommen der Gemeinde bei der Vielzahl anstehender Projekte gerade recht. „Wir haben nicht das Problem, wie wir die Mittel verwenden, sondern für welches Projekt“, haben Rickl und der örtliche Gemeinderat nun die Qual der Wahl.