Erleichterung für die Bürger in Strasshof. Im Ortsparlament wurde beschlossen, dass rund 126.000 Euro an Gebühren erlassen werden.

Von Robert Knotz. Erstellt am 02. Juli 2020 (03:55)
SP-Bürgermeister Ludwig Deltlbefürwortet das Hilfspaket.
Gemeinde

 Am vergangenen Donnerstag ging im Haus der Begegnung eine Gemeinderatssitzung über die Bühne. Wie die NÖN auf Nachfrage bei SP-Bürgermeister Ludwig Deltl am Freitag erfuhr, war einer der wichtigsten Punkte die Handhabung der Gebühren betreffend der Covid-19-Krise.

126.000 Euro-Hilfspaket

Während des Corona-Lockdowns fanden keine Veranstaltungen bzw. Kurse in der Volkshochschule (VHS) statt und auch die Gemeindeeinrichtungen waren geschlossen. Der Gemeinderat beschloss aus diesem Grund ein Hilfspaket in der Höhe von rund 126.000 Euro, das vor allem dazu beitragen soll, von Bürgern, die bereits Beiträge (für Abos, Kurse usw.) einbezahlt haben, einen finanziellen Verlust abzuwenden. So soll es in der Bücherei für drei Perioden keine Verrechnung geben, da die Kunden keine Möglichkeit hatten, die Bücher zurückzugeben.

Für die Kindergarten-Nachmittagsbetreuung wurde beschlossen, dass für die Monate März bis Juni in den Kindergärten nur bei Inanspruchnahme einer Nachmittagsbetreuung ein Pauschalbetrag von 3,50 Euro pro Tag eingehoben wird. Der Bastel- und Beschäftigungsbeitrag für April bis Juni entfällt. Für die ersatzlos gestrichenen Kurse in der VHS wurden bereits bezahlte Kursgebühren rückerstattet. Einige Kurse werden in das Herbstprogramm 2020 übernommen. Auch beim Kultur-Abo der Gemeinde mussten einige Events abgesagt werden. Diese Veranstaltungen sollen auf 2021 verschoben werden.

Die Herbst-Termine des Kultur-Abos hängen vor allem von den künftigen Maßnahmen der Regierung ab. Sollten die Veranstaltungen wie geplant durchgeführt werden, soll der Abo-Preis für das Jahr 2021 gesenkt werden. Wenn die Sicherheitsmaßnahmen die Veranstaltungen nicht zulassen, wird das gesamte Abo 2020 abgesagt und – mit dem selben Programm – auf das kommende Jahr verschoben.

In diesem Fall gilt der bereits einbezahlte Kartenpreis als Gutschrift für 2021. Auch im Bereich der Musikschule kommt es zu Änderungen der Zahlungsmodalitäten: Der „Musikgarten“ konnte nicht online abgehalten werden, daher wurde für April keine Schulgeld-Vorschreibung veranschlagt.

In den Fächern musikalische Früherziehung, Tanz und Gesang wird von April bis Juni nur ein Monat zur Verrechnung kommen. In den Hauptfächern mit Online-Unterricht wird die Vorschreibung im Juni 2020 beendet, das heißt, dass allen ein Monat des Schulgeldes erlassen wird.