860 wurden in Gänserndorfer Stadthalle getestet. Soldaten der Kaserne Mistelbach führten in Gänserndorf Antigen-Schnelltests bei Lehrern und Kindergarten-Pädagogen durch.

Von Sandra Frank. Erstellt am 10. Dezember 2020 (04:03)
Machten sich ein Bild von den Teststraßen in der Gänserndorfer Stadthalle: Georg Schicker, René Lobner, Hans-Peter Hohlweg, Doris Soos, Clemens Hickl und Herbert Steindl (v.l.).
Sandra Frank

860 Pädagogen waren es, die sich vergangenen Samstag in der Gänserndorfer Stadthalle via Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen ließen. Eine Person war an diesem Tag positiv.

Durchgeführt wurden die Tests von Soldaten der Mistelbacher Kaserne. „Und zwar ausschließlich von Sanitätern“, betont Kasernenkommandant Hans-Peter Hohlweg. Wie geht’s weiter, wenn der Schnelltest positiv ist? Die Person bekommt eine Nachricht aufs Handy und kontaktiert die medizinische Hotline 1450, um einen PCR-Test vornehmen zu lassen.

Die Testungen funktionierten reibungslos. „Wenn Bedarf ist, geb’ ich alles, was ich hab’, auf die Fläche“, verspricht Hohlweg den Gemeinden militärische Unterstützung, wenn diese am kommenden Wochenende (12. und 13. Dezember) die freiwilligen Flächentests abwickeln müssen: „Wir geben unser Wissen gern weiter.“

Technisch ohne Probleme

Auch technisch ging am Wochenende alles gut über die Bühne. Startschwierigkeiten habe es zwar durch den überlasteten Server des Gesundheitsministeriums gegeben, aber „seit Samstag funktioniert es“, betont Hohlweg.

Die Mistelbacher Soldaten waren am Wochenende in Gänserndorf, Mistelbach, Hollabrunn und in der Wiener Messehalle C im Test-Einsatz. Bei Letzterer sei der Zulauf eher schwach gewesen, spricht Hohlweg von nur 15 Prozent, die im Gegensatz zu den 60 bis 65 Prozent im Bezirk Gänserndorf stehen.

Amtsärztin Doris Soos war ebenfalls vor Ort. Die Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaften stehen seit März unter einer Doppelbelastung: Sie sind im Coronateam und erledigen ihre normalen Aufgaben. „Die Bundesheerler sind so toll, es ist beeindruckend, was die drauf haben und wie schnell sie sind“, freut sich Soos über die Unterstützung der Soldaten beim Contact-Tracing.