Impfen startete in Groß-Enzersdorf. Im Hotel am Sachsengang, wo auch die Teststraße angesiedelt ist, werden künftig die Nadelstiche gesetzt.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 19. März 2021 (04:13)
Josef Mattes wird von Rotkreuz-Helfern zur Impfung begleitet, den Nadelstich setzt der praktische Arzt Kurt Spannbauer.
Kremsmayer, Kremsmayer

Es war der erste und zugleich auch der letzte Tag im März des so groß angekündigten Corona-Impfstartes in der Impfstraße in Groß-Enzersdorf. Die Impfstraße ist dort eingerichtet, wo auch die Teststraße angesiedelt ist – im Hotel am Sachsengang im umfunktionierten Festsaal. Während am Dienstag, Donnerstag und Sonntag dort getestet wird, soll an den anderen Tagen geimpft werden.

Der Parkplatz vor dem Hotel am Sachsengang war voll, drinnen reger Andrang, doch sehr diszipliniert, alle hielten Abstand, keiner drängelte. Auf der einen Seite saßen die schon Geimpften und mussten eine gute Viertelstunde abwarten, ob sich eine ungute Nebenwirkung einstellen würde, auf der anderen Seite waren die Impfwilligen angestellt und warteten auf Einlass in den Festsaal. Drinnen, wie immer entspannt, Kurt Spannbauer, der praktische Arzt, der mit seiner Assistentin Barbara Pelikan, einer diplomierten Krankenschwester, das Impfgeschehen im Raum Groß-Enzersdorf organisiert.

„Wir bekommen für diesen Monat keinen Impfstoff mehr.“ Kurt Spannbauer, Arzt

Jetzt kommt Josef Mattes herein, er wird von Rotkreuz-Helfern begleitet, die ihn auch von daheim abgeholt haben. Den Stich spürt er kaum. „Ich hab’s gar nicht gemerkt“, sagt er. Er ist einfach froh, dass er geimpft wird: „Wann bin ich denn in der Zeitung?“, blickt er nach vorn. Nach ihm kommt Theresa Häussler dran. Sie strahlt aufgeregt und glücklich, freut sich auf die Impfung und – wie ihr Vorgänger – spürt sie die Impfung wenig. „Nein, es tut gar nicht weh“, lächelt sie tapfer. Beide sind betagt, deutlich über 80. 250 Personen dieser Risikogruppe werden an diesem Freitag, dem dem 12. März, geimpft worden sein. Doch dann ist wieder Warten angesagt.

„Wir können nur verimpfen, was uns Notruf NÖ zuteilt“, so Spannbauer. Er sei natürlich enttäuscht. „Wir hätten alles vorbereitet gehabt, aber wir bekommen für diesen Monat keinen Impfstoff mehr. Erst am 9. April kann es weitergehen“, berichtet er frustriert.