Wieder neue Fälle im Bezirk Gänserndorf. Ein Gänserndorfer und ein Marchfelder wurden positiv auf Covid-19 getestet. Insgesamt sind derzeit acht Mitbürger aus dem Bezirk am neuartigen Coronavirus erkrankt.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 01. Juli 2020 (05:12)
Ein Teenager aus der Stadt Gänserndorf befindet sich nach einem positiven Test in Heimquarantäne. Wo sich der Bursch angesteckt hat, ist nicht bekannt.
Shutterstock/Samara Heisz

Etwa 100 Infizierte und zwei Verstorbene – das war die bisherige Corona-Bilanz im Bezirk. Seit Kurzem gibt zwei neue Fälle: Einen in der Stadt Gänserndorf sowie einen im Marchfeld (die Gemeinde wurde nicht bekannt). Grund zur Panik besteht trotzdem nicht. Der Bezirk ist im Vergleich zu anderen Regionen derzeit (noch) relativ sicher.

Gänserndorfs VP-Bürgermeister René Lobner mahnt aber zur Vorsicht: „Seitdem die Maskenpflicht großteils gefallen ist, ist die Gefahr natürlich größer, dass die Infektionszahlen wieder steigen. Das Virus ist leider nicht ausgerottet.“ Was weiß man über den erkrankten Gänserndorfer? Lobner: „Es handelt sich um einen Teenager, der sich nun in Heimquarantäne befindet.“ Wo sich der Bursch angesteckt hat, weiß niemand.

Bezirkshauptmann Martin Steinhauser: „Abstand halten und keine Hände schütteln.“
Mattes

Auch Bezirkshauptmann Martin Steinhauser kann nicht viel zum Fall sagen: „Wir wissen nur, dass er positiv getestet wurde.“ Wird geprüft, wie es zur Ansteckung kam? „Natürlich. Wir führen immer ein minutiöses Contact-Tracing durch. Wenn aber der Betroffene sagt, dass er in den vergangenen Tagen vier Mal im Supermarkt und zwei Mal am Sportplatz war, ist es schwer, einen Überträger festzustellen.“ Noch dazu, wenn dieser vielleicht gar keine Symptome aufweist.

Hatten der Gänserndorfer und der Marchfelder vielleicht Kontakt? Steinhauser: „Nein. Die beiden sind einander nicht begegnet.“ Wie viele Erkrankte gibt es eigentlich aktuell im Bezirk? „Mit den beiden neuen Fällen sind es acht.“ Der Bezirkshauptmann appelliert an alle, weiterhin auf die Hygiene zu achten, auch wenn es keine Maskenpflicht gibt: „Abstand halten und keine Hände schütteln, das ist schon viel wert.“

Steinhauser ist auch überzeugt, dass bei den Bürgern mittlerweile ein anderes, neues Hygienebewusstsein existiert: „Ich sehe das selbst, wenn ich Besprechungen habe. Dort kommt niemand auf die Idee, dem anderen die Hand zu schütteln – was früher natürlich automatisch passierte.“