Aus Gänserndorfer „Freibad“ wird Hallenbad. Massive Holzkonstruktion kommt zum Einsatz. Beim NÖN-Lokalaugenschein zeigte sich Bürgermeister René Lobner mit dem Baufortschritt beim Regionalbad zufrieden.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 19. Juni 2019 (03:43)
Schindler
VP-Stadtchef René Lobner im künftigen Regionalbad: Komplett in Holz gehalten und mit dicken Leimbindern thront nun das neue Dach über dem Edelstahlbecken.

Vergangene Woche war es so weit: Im künftigen Regionsbad wurde das neue Dach montiert. „Aus dem Freibad wurde jetzt ein Hallenbad“, schmunzelt VP-Bürgermeister René Lobner im NÖN-Gespräch. Verläuft alles weiter nach Plan, wird das Bad im Februar 2020 seinen Betrieb aufnehmen.

Die Dachkonstruktion kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Komplett in Holz gehalten und mit dicken Leimbindern thront sie über dem Edelstahlbecken. „Natürlich ist sie auch wärmegedämmt“, erklärt Lobner beim Lokalaugenschein. Übrigens: Außen gibt es keine Dachziegeln oder Bleche – das Holz wird durch eine Folie vor Sonne, Regen und Schnee geschützt.

Altes Hallenbad machte große Verluste

Zur Erinnerung: Das alte Hallenbad, errichtet 1980, war nicht nur desolat, sondern auch schwer defizitär – 450.000 Euro Verlust produzierte es zuletzt jedes Jahr. Das neue Regionalbad wird etwa sieben Millionen Euro kosten, wobei ungefähr die Hälfte von diversen Förderungen stammt. Über 20 Kommunen des Bezirks haben ebenfalls eine finanzielle Hilfe zugesagt. Der Deal: Sie unterstützen das Bad die nächsten 20 Jahre jährlich mit einem Euro pro Einwohner – als Gegenleistung erhalten sie unter anderem Ermäßigungen beim Bad-Besuch.