Dickes Minus für Gänserndorfer Hallenbad. Neues Regionalbad konnte wegen Pandemie nur kurz geöffnet bleiben: Finanzieller Verlust ist enorm.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 07. Januar 2021 (04:34)
Es war für VP-Bürgermeister René Lobner im wahrsten Sinne des Wortes ein Sprung ins kalte Wasser, auch wenn er dies bei der Eröffnung des Bades im Februar noch nicht ahnen konnte.
privat

„Wir hätten uns für die Eröffnung kein schlechteres Jahr aussuchen können“, hadert VP-Bürgermeister René Lobner mit dem Schicksal. Nur wenige Wochen konnte das im vergangenen Februar eröffnete Regionalbad bisher in Betrieb sein – coronabedingt. Fazit: Das Bad machte in seinem ersten Jahr ein dickes Minus. Jetzt hofft die Gemeinde natürlich, dass die Covid-19-Pandemie bald überwunden ist und die Anlage endlich dauerhaft geöffnet bleiben kann.

Auf die Frage, wie hoch der Verlust ist, winkt Lobner ab: „Darüber will ich gar nicht nachdenken. Er ist auf gewaltig. Die Ausgaben bei Personal und Gebäude blieben, auf der anderen Seite hatten wir kaum Einnahmen.“ Viel lieber erinnert er sich zurück an den Februar: „Der Start war wirklich super. Die vielen Gäste zeigten sich zufrieden. Fünf Wochen später kam der erste Lockdown.“ Und die Tragödie nahm ihren Lauf.

„Der Bereich Jahngasse, Blumengasse und Gärtnergasse muss neu definiert werden.“ René Lobner, VP-Bürgermeister

„Als wir wieder aufsperren durften, war bereits die Freibad-Saison angelaufen.“ Klar, dass dann alle draußen schwimmen wollten. Als der Herbst und somit die klassische Hallenbad-Saison begann, kam der nächste Lockdown ...

Trotz allem blickt der Stadtchef nach vorne: „Heuer wollen wir den Außenbereich hinter dem Bad gestalten.“ Geplant sind Sonnenliegen, ein Kinderspielplatz und ein Bewegungspark für die größeren Gäste: „Das Thema muss noch im zuständigen Sportausschuss behandelt werden.“

Auch die Verkehrsplanung mit dem angrenzenden Gymnasium ist noch nicht abgeschlossen: „Der Bereich Jahngasse, Blumengasse und Gärtnergasse muss neu definiert werden.“ Was den oberen Teil der Gärtnergasse betrifft, schwebt Lobner eine Begegnungszone vor. Bis zur Fertigstellung der Umbauarbeiten an der Schule im September 2022 muss die Verkehrssituation auf jeden Fall gelöst sein.