Baumstämme weiter heiß diskutiert. !wir-Stadtrat zeigte, dass die Folien in der Bockfließer Straße kein Wasser durchlassen würden. Stadtchef will nachbessern.

Von Robert Knotz. Erstellt am 15. April 2019 (06:39)
Grünen
Die Baumscheiben in der Bockfließer Straße gaben Anlass zu drei Dringlichkeitsanträgen (Grünen, SPÖ und !wir) in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die neuen Baumscheiben in der Bockfließer Straße erregen nicht nur die Gemüter vieler Anrainer, sondern auch jene der Politiker. In der jüngsten Gemeinderatssitzung gab es zu diesem Thema drei Dringlichkeitsanträge (Grünen, SPÖ und !wir-Bürgerliste).

In die Baumscheiben wurde ein Vlies eingearbeitet, das mit großen Steinen abgedeckt wurde. Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer forderte die sofortige Entfernung des Vlieses, weil es aus Kunststoff, nicht wasserdurchlässig und vor allem unansehnlich sei.

VP-Stadtrat Johannes Kozlik konterte: „Es handelt sich dabei um ein Unkrautvlies, das wasser- und luftdurchlässig, recycelbar und umweltfreundlich ist.“ Diese Aussage veranlasste !wir-Stadtrat Peter Lauppert zu einem Experiment.

Er legte ein Stück der Folie auf ein Glas und schüttete Wasser aus einer Karaffe darüber. Die Flüssigkeit verteilte sich unter dem Gelächter einiger Mandatare auf dem Tisch – im Glas landete kein einziger Tropfen.

VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst meinte dazu: „Bei Normalregen ist diese Folie durchlässig. Sie wurde nur schlecht verlegt. Anstatt in zehn Zentimetern wurde sie nur in zwei Zentimetern Tiefe eingebracht. Auch die Steine sind viel zu groß. Es muss nachgebessert werden.“

SP-Stadtrat Harald Nikitscher konterte: „Der Rollschotter ist viel zu gefährlich. Nicht nur, dass Fahrzeuge diesen beim Einparken auf die Straße schleudern, es kann auch zu Vandalismus-Akten mit den Steinen kommen.“ Der Antrag, das Vlies zu entfernen, wurde mit den Stimmen der ÖVP abgelehnt. Es soll allerdings eine Nachbesserung der Arbeiten erfolgen.