Baustellen-Umleitung auch für die Pedalritter

Laut Grünen ist genug Platz für Radler. VP-Stadträtin: „Das Vorbeifahren ist zu gefährlich.“

Erstellt am 31. Mai 2018 | 04:15
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Die Baustelle in der Hausfeldstraße sorgt für Unmut bei denGrünen.
Foto: Grünen

Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer ärgert sich über eine Verkehrsmaßnahme in der Stadt: „In der Hausfeldstraße werden Leitungen neu verlegt und eine Baustelle mit Umleitung wurde eingerichtet. Leider hat man dabei nicht an die Radfahrer gedacht.“ Bergauer weiter: „Wenn die Radler sich an die Straßenverkehrsordnung halten, müssen sie einen Umweg von 500 Metern in Kauf nehmen, obwohl genug Platz wäre, direkt an der Baustelle vorbeizufahren.“

Offensichtlich habe niemand daran gedacht, unter den Fahrverbotstafeln ein „Ausgenommen Radfahrer“-Schild anzubringen. Laut Bergauer ist es an der Zeit, das von Grünen-Gemeinderat Heinz Bogner ausgearbeitete Radwegekonzept (die NÖN berichtete) für die Stadtgemeinde endlich umzusetzen, dann würde es mehr sichtbare Radwege geben und die Radfahrer würden als Verkehrsteilnehmer mehr respektiert werden.

"Wer soll die Haftung im Falle eines Unfalls übernehmen?!

VP-Verkehrsstadträtin Ulla Mühl-Hittinger beruft sich auf eine gesetzmäßig zu geringe Restfahrbahnbreite bei der Baustelle. Weiters sei es wegen der wechselnden Trassenführung nicht möglich, den Baubescheid nur für eine „halbe“ Straße anzusuchen. Die Stadträtin: „Die Künette ist 1,25 Meter tief, ein Unfall in diesem Bereich hätte fatale Folgen für den Verunfallten und die Einsatzkräfte.“

Und weiter: „Außerdem hat die EVN 16 Querungen verlegt, was ein Passieren, auch für einen Radfahrer, nicht nur gefährlich, sondern jedenfalls unmöglich macht, ganz zu schweigen von dem schweren Gerät, welches bei derartigen Baustellen benötigt wird. Wer sollte die Haftung im Falle eines Unfalls übernehmen?“ Das angesprochene Radwegekonzept stehe mit der Situation in der Hausfeldstraße in keinem Zusammenhang.

Auch VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst hält die Forderung der Grünen für unverantwortlich: „Die Radfahrer in den Gefahrenbereich fahren zu lassen ist nicht nur rechtlich nicht möglich, sondern wäre auch ein enormes Sicherheitsrisiko.“