Blaue sorgen sich um Kids im Kindergarten. Geht es nach der FPÖ, sollen die Florianis in Kindergärten Übungen abhalten. FF-Kommandant und Stadtchef sind dagegen.

Von Robert Knotz. Erstellt am 10. Juni 2017 (04:53)
Die FP-Gemeinderäte Gerhard Gruber und Werner Cermak.
FPÖ

Die FPÖ-Gemeinderäte Werner Cermak und Gerhard Gruber sorgen sich um die Sicherheit der Kleinen in den Kindergärten. „Brandschutzübungen in diesen Einrichtungen sind nicht, so wie in Schulen, gesetzlich vorgeschrieben. Auch gab es unseres Wissens nach keine freiwilligen Übungen in den Tagesstätten der Stadtgemeinde“, berichtet Cermak. Diese sollten natürlich spielerisch und pädagogisch auf die Kinder ausgerichtet gestaltet werden.

Feuerwehrchef Wolfgang Süß hält Einsatzübungen mit einer nachgestellten Bergung von Verletzten bei zweieinhalbjährigen Mädchen und Buben nicht für sinnvoll. „Wir sind permanent in den Kindergärten und zeigen unsere Ausrüstung und erklären den Kids, worauf sie achten müssen“, so Süß.

"Einsatzübungen würden Kinder eher verstören"

VP-Bürgermeister Fritz Quirgst: „In unseren Schulen, die zu den größten im Land zählen, machen solche Übungen Sinn. Demgegenüber gibt es sechs vergleichsweise überschaubare Kindergärten, deren Personal ausgezeichnet geschult ist. Ich teile daher die Einschätzung des Kommandanten.“

Einsatzübungen würden die Kinder eher verstören. Quirgst weiter: „Eigenartig finde ich, dass sich die FPÖ-Gemeinderäte jetzt, am Ende des Schul- und Kindergartenjahres, Sorgen machen. Oder wollen sie Aufmerksamkeit vor den Nationalratswahlen am 15. Oktober erregen?“