Erstellt am 18. November 2014, 08:40

von Robert Knotz

Dietrich wirft Handtuch. Der Verkehrsstadtrat trat zu Faschingsbeginn von seinem Amt zurück. Grund: „Alleingänge des Bürgermeisters.“ VP-Stadtchef Quirgst sieht das anders.

Ein Bild aus glücklicheren Zeiten: VP-Verkehrsstadtrat Franz Dietrich (links) und VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst.  |  NOEN, Knotz
VP-Verkehrsstadtrat Franz Dietrich gab in der Vorwoche, just zu Faschingsbeginn, seinen Rücktritt bekannt. Dass es sich dabei um keinen Faschingsscherz handelt, konnte man ihm im NÖN-Gespräch ansehen. „Ich habe diesen Job mit viel Herzblut gemacht“, sagt er mit traurigem Blick.

Doch warum der Rücktritt? Dietrich erklärte dazu: „Es ist nicht mehr das, was es einmal war. Ich habe lange mitgespielt und mitgeholfen, doch jetzt ist es genug. Die Alleingänge des Bürgermeisters sind nicht mehr zu verantworten.“ VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst soll den Verkehrsstadtrat als Entscheidungsträger des Öfteren übergangen haben. „Quirgst macht vieles gut, aber er ist halt sehr eigensinnig“, fügt Dietrich hinzu.

Quirgst: „Dietrich hat sich ins Abseits gestellt“ 

Im Jahre 2000 begann Dietrich seine politische Karriere als Gemeinderat, seit dem Jahr 2003 war er Stadtrat und will auch bis zu den nächsten Gemeinderatswahlen im Jänner als Gemeinderat tätig sein.

Quirgst sieht die Situation umgekehrt: „Dietrich hatte im Sinne und im Auftrag des Bürgermeisters zu handeln. Er hat sich durch sein Ausscheiden selbst ins Abseits gestellt.“ Laut dem Stadtchef soll Dietrich mehrmals Sitzungen verlassen haben, weil er die Meinung anderer nicht akzeptierte.

Auch im VP-Klub soll Dietrich mit seinen Meinungen isoliert gewesen sein. „Ich wünsche ihm alles Gute. Nach der Wahl wären ohnehin Änderungen für sein Ressort vorgesehen gewesen. Das passiert jetzt etwas früher. Ein offizielles Schreiben betreffend des Rücktritts ist bei mir noch nicht eingegangen“, fügt Quirgst hinzu.