Ein Unternehmer bewirbt S8. Franz Urbanek aus Deutsch-Wagram gründete Facebook- Gruppe für raschen Bau der Schnellstraße.

Von Robert Knotz. Erstellt am 19. März 2020 (12:42)
Franz Urbanek wirbt für den raschen Bau der Marchfeld-Schnellstraße S8.
Knotz

Der Deutsch-Wagramer Unternehmer Franz Urbanek gründete eine Initiative zur raschen Umsetzung der S8. „Trotz der Behauptungen, dass die Interventionen alle überparteilich sind, ziehen nicht wirklich alle an einem Strang. Die Parteien halten getrennte Pressekonferenzen ab, anstatt zusammenzuhalten“, so Urbanek. Er gründete vor einigen Tagen daher die Facebook-Gruppe „Ja zur S8“, die derzeit regen Zulauf verzeichnet.

Seit 1. März erreichte die Gruppe über 600 Mitglieder. Darunter befinden sich bekannte Gesichter aus Politik und Wirtschaft. Auch ihr Profilbild können sich Facebook-User mit dem Emblem umrahmen lassen. Urbanek, seines Zeichens Inhaber einer Werbeagentur, hat auch eigene Aufkleber mit der Aufschrift „Ja zur S8 – Nein zum Stau“ gedruckt und verteilt diese fleißig.

Bei seinem Lokalaugenschein entdeckte Unternehmer Urbanek Müllhalden und Landschaft, die einer Steppe ähnelt.
Urbanek

„Ich war unlängst in den betroffenen Gebieten zu einem Lokalaugenschein und kann eines absolut nicht verstehen: Außer Steppe, Deponierohren und illegalen Müllablagerungen befindet sich dort rein gar nichts. Weshalb wehrt man sich so gegen den Bau der Schnellstraße?“ Auch das Argument rund um den Triel lässt er nicht gelten.

„Vermutlich dient der Vogel nur als Alibi für bedenkliche Ablagerungen. Hat man etwa Angst davor, in die Schottergruben hineinzuschauen, weil dann mögliche Umweltskandale aufgedeckt würden?“, fragt sich Urbanek. Er ist der festen Überzeugung, dass die S8 den derzeit täglich vorherrschenden Stau beseitigen könne. Der Triel, so der Unternehmer, würde sein Lebensgebiet verlagern.