Einbahn verärgert die Pedalritter. Grüne wollen gegen die Fahrtrichtung radeln. Stadtchef Quirgst: „Das ist zu gefährlich.“

Von Robert Knotz. Erstellt am 13. Oktober 2017 (05:59)
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Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer will, dass Radler auch gegen die Einbahn fahrendürfen.
Bogner

Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer ärgert sich: „Die Waldgasse – einst ein Feldweg – wurde für Autofahrer ausgebaut, weil dort einige Häuser errichtet wurden. Es gibt allerdings einen etwa 50 Meter langen Bereich, wo die Gasse nur 3,70 Meter breit ist, weil ein Stück davon noch in Privatbesitz ist und die Straße daher dort nicht in voller Breite ausgebaut werden kann. Daher hat man diesen Teil als Einbahnstraße deklariert.“

Leider sei nicht bedacht worden, die Einbahn in der Gegenrichtung auch für Radfahrer freizugeben. „Die Bewohner müssen mit dem Rad wegen einer 50 Meter langen Einbahn nun einen Umweg von 800 Meter machen“, ergänzt die Grüne.

Bergauer habe das Problem mehrmals im zuständigen Gemeinderats-Ausschuss angesprochen, um eine Zusatztafel „ausgenommen Radfahrer“ zu erwirken – bisher erfolglos. Laut Grünen-Gemeinderat Heinz Bogner ist die Straße gemäß den Empfehlungen des Landes NÖ für die Freigabe der Einbahn für Radfahrer geeignet, weil die erforderliche Mindestbreite von 3,5 Meter gegeben ist.

"Es ist wesentlicher ruhiger und sicherer"

„Was die Grünen fordern, sieht im ersten Moment nach einer Verbesserung für die Radfahrer aus, führt jedoch zu deren Gefährdung, sollte es in der besagten Engstelle zur Begegnung mit einem Pkw oder gar Lkw kommen“, so VP-Bürgermeister Fritz Quirgst in seiner Stellungnahme.

Und weiter: „Die Waldgasse ist aufgrund der permanenten Bautätigkeit noch nicht asphaltiert. Und wenn Bergauer, die ja ums Eck wohnt, Richtung Hausfeldstraße statt zur Bockfließerstraße fährt, dann sind das sicher keine 800 Meter Umweg und es ist wesentlich ruhiger und sicherer.“

VP-Stadträtin Ulla Mühl-Hittinger ergänzt: „Die Situation ist mit dem Land (aufgrund der Kreuzung mit der L 13) und dem Verkehrssachverständigen abgeklärt und im Ausschuss schon Anfang Juni ausführlich besprochen und erläutert worden. Die Grünen bevorzugen eine Variante, die eine Gefährdung für sämtliche Verkehrsteilnehmer, besonders Kinder und Radfahrer, darstellt.“

ner Verbesserung für die Radfahrer aus, führt jedoch zu deren Gefährdung, sollte es in der besagten Engstelle zur Begegnung mit einem Pkw oder gar Lkw kommen“, so VP-Bürgermeister Fritz Quirgst in seiner Stellungnahme.

Und weiter: „Die Waldgasse ist aufgrund der permanenten Bautätigkeit noch nicht asphaltiert. Und wenn Bergauer, die ja ums Eck wohnt, Richtung Hausfeldstraße statt zur Bockfließerstraße fährt, dann sind das sicher keine 800 Meter Umweg und es ist wesentlich ruhiger und sicherer.“

VP-Stadträtin Ulla Mühl-Hittinger ergänzt: „Die Situation ist mit dem Land (aufgrund der Kreuzung mit der L 13) und dem Verkehrssachverständigen abgeklärt und im Ausschuss schon Anfang Juni ausführlich besprochen und erläutert worden. Die Grünen bevorzugen eine Variante, die eine Gefährdung für sämtliche Verkehrsteilnehmer, besonders Kinder und Radfahrer, darstellt.“