Erklärungsbedarf: Bus fährt, Kritik bleibt. SPÖ, Grüne und !wir forderten eine außerordentliche Gemeinderatssitzung zu den Konkursen von „Verein Stadtbus“. VP-Stadtchef Quirgst: „Lade noch diese Woche ein.“

Von Robert Knotz. Erstellt am 01. Juni 2017 (01:39)
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SP-Stadtrat Harlad Nikitscher fordert Aufklärung zu den Konkursen des „Verein Stadtbus“.

Wie die NÖN bereits berichtete, rollen seit vergangenem Montag die Räder des Stadtbusses wieder. Der neue Verein „Mobilität Deutsch-Wagram“ schaffte es, den Fahrbetrieb wieder aufzunehmen. Dennoch: Die Kritik der Opposition, die der VP-Regierung mangelnde Information rund um die Geschäftsgebarung des ehemaligen „Verein Stadtbus“ vorwirft, bleibt bestehen.

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VP-Bürgermeister Fritz Quirgst will noch in dieser Woche zu einer Gemeinderatssitzung laden.

„Um die Vorgänge der letzten Jahre zu klären – insbesondere die beiden Konkurse, aber auch jene der jetzigen Neugründung eines Vereins –, hat die SPÖ eine Initiative gesetzt und gemeinsam mit der !wir-Bürgerliste und den Grünen eine Sonder-Gemeinderatssitzung zum Thema Stadtbus gefordert“, berichtete SP-Stadtrat Harald Nikitscher.

"Werde zur geforderten Gemeinderatssitzung einladen"

Laut NÖ Gemeindeordnung kann ein Drittel der Mandatare eine solche Sitzung verlangen. Nikitscher weiter: „Leider befürchten wir, dass die VP hier bei der Offenlegung nicht mitspielen wird, sondern wir vermuten eher, dass in der Auflagenmappe, die eine Woche vor der Sitzung überreicht wird, keine Unterlagen sein werden“, so der SP-Stadtrat weiter.

Ebenso befürchten die Roten, dass durch unzählige andere Tagesordnungspunkte in dieser Sitzung das eigentliche Thema in den Hintergrund gedrängt werde. „Zur geforderten Gemeinderatssitzung werde ich diese Woche einladen. Solche außerordentlichen Zusammenkünfte sind ja bei uns keine Seltenheit“, erklärt indes VP-Bürgermeister Fritz Quirgst. Er finde es allerdings als sehr befremdlich, dass der einzige Vertreter der SPÖ den neu gegründeten Verein „Mobilität Deutsch-Wagram“ verlassen habe und sich nun über „mangelnde Information“ beklagt.

„Der Konkurs des Vereins Stadtbus betraf vor allem die damaligen Vereinsverantwortlichen und nicht die Stadt. Wir haben mit allen Mitteln versucht, den Busbetrieb aufrechtzuerhalten“, so Quirgst.