Gottesmann Peter Paskalis ist nun „Ösi“. Pfarrer Peter Paskalis hat nun die österreichische Staatsbürgerschaft. Er betreut seine Schäfchen seit 2007 und fühlt sich als waschechter Deutsch-Wagramer.

Von Robert Knotz. Erstellt am 07. April 2021 (03:09)
Für Pfarrer Peter Paskalis ist die Stadtgemeinde zu seiner Heimat geworden.
Knotz, Knotz

Pfarrer Peter Paskalis ist nun ein echter Österreicher. Der Gottesmann hat Ende März die Staatsbürgerschaft erhalten. Lange hatte er gezögert, weil „meine Eltern wohl immer hofften, dass ich nach Hause zurückkehre und sie sich dagegen aussprachen“, so der Pfarrer im NÖN-Gespräch. Paskalis lebte ursprünglich in Flores (Indonesien) und studierte dort Medizin.

Auf der rund 1.000 Kilometer entfernten Insel Java hatte der damals junge Student einen schweren Motorradunfall. Er lag lange Zeit im Koma und wurde damals von einem Priester gesegnet. „Das hat mich viele Jahre später inspiriert, selbst Gott zu dienen. Das Schicksal führte mich im Jahr 1996 nach Österreich, wo ich vorerst Philosophie studierte“, erzählt er. Erst einige Zeit später wurde ihm seit weiterer Weg klarer und klarer: Er entschied sich für das Studium der Theologie. Danach verbrachte er einige Zeit bei den Steyler Missionaren, unterrichtete Religion in Alland (Bezirk Baden) und war als Diakon unter anderem auch in Ziersdorf (Bezirk Hollabrunn) tätig. Am 18. Juni 2003 wurde Paskalis schließlich im Wiener Stephansdom zum Priester gewählt. Bevor es ihn in den Bezirk Gänserndorf verschlug, war er noch kurze Zeit als Kaplan in Zellerndorf (Bezirk Hollabrunn) tätig.

Es folgte eine Berufung als Kaplan in die Bezirkshauptstadt. Er betreute auch Strasshof und Weikendorf. Im Jahr 2007 führten ihn seine Wege schließlich nach Deutsch-Wagram. Als Pfarrer ist er ebenso für die Gemeinde Parbasdorf zuständig. Für den Gottesmann ist die Stadt seine Heimat: „Ich lebe nun in Österreich länger, als ich in Indonesien gelebt habe. Ich liebe dieses Land und diese Stadt.“

Pfarrer Peter, wie ihn seine Schäfchen nennen, erzählt weiter: „Als der Bischof einmal mit einer Gruppe von Priestern sprach, fragte er, wo ihre Heimat ist. Fast alle Priester gaben ihr Geburtsland oder die Stadt an. Ich antwortete spontan mit ,Deutsch-Wagram‘, was den Bischof sehr wunderte. Meine Heimat ist dort, wo ich mich zu Hause fühle. Und jedes Mal, wenn mich der Bischof sah, begrüßte er mich mit ,Hallo Deutsch-Wagramer!‘.“