Grüne Aufregung: „Straße wurde zu Tode saniert“. Grasstreifen beim Gehsteig weg. VP-Stadträtin verteidigt die Maßnahmen.

Von Robert Knotz. Erstellt am 28. November 2019 (15:24)
Im Vordergrund der sanierte, im Hintergrund der ursprüngliche, noch nicht umgestaltete Gehsteig mit Grünstreifen.
Grünen

Die Grünen sind sauer, weil die Grasfläche beim Gehsteig in der Schillerstraße der Sanierung zum Opfer fiel. „Seit Generationen gab es in der Schillerstraße einen Grünstreifen zwischen Gehsteig und Fahrbahn, auf dem in regelmäßigen Abständen schattenspendende Bäume standen. Bei der kürzlich erfolgten Gehsteigsanierung wurde der Streifen kurzerhand zubetoniert“, so Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer empört.

Und weiter: „Wieder hat man Natur entfernt, Boden versiegelt und sich die Möglichkeit genommen, wieder neue Straßenbäume zu pflanzen. Abgesehen von den Bäumen leben auf 100 Quadratmeter Boden 150 Kilogramm Lebewesen, die alle getötet wurden. Die Straße wurde zu Tode saniert.“

„Die Grünen sprechen anscheinend nur mit den Medien und nicht mit Anrainern und Verantwortlichen.“ VP-Verkehrsstadträtin Ulla Mühl-Hittinger

Das wäre jetzt, wo der Klimawandel spürbar sei und alle täglich in den Nachrichten damit konfrontiert werden, ein völlig falsches Signal. VP-Verkehrsstadträtin Ulla Mühl-Hittinger kontert: „Dort wurden nur ein Kreuzungsbereich erneuert und bei einem der Häuser der angesprochene Grünstreifen weggenommen. Dies war insofern erforderlich, als die Müllabfuhr und andere Lkw aufgrund der angespannten Parkplatzsituation dort nicht abbiegen konnten.“

Die Stadträtin weiter: „Scheinbar sprechen die Grünen nicht mit den Anrainern sowie den Verkehrsverantwortlichen und wenden sich nur an die Medien.“ Die Bürger zeigten sich zufrieden und seien voll des Lobes über die sanierte Kreuzung sowie die Gehsteigbereiche.