Grüne kämpft bei EU-Wahl um Mandat. Die Gemeinderätin Bettina Bergauer kandidiert an erster Stelle der NÖ-Liste für die Grünen. Im NÖN-Interview erzählt sie über ihren beruflichen und privaten Werdegang.

Von Robert Knotz. Erstellt am 20. Mai 2019 (21:02)
privat
Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer.

Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer kandidiert für die niederösterreichische Öko-Partei auf Listenplatz eins bei der EU-Wahl am Sonntag. Im NÖN-Gespräch erzählt sie über ihren Werdegang.

NÖN: Was waren Ihre Ambitionen, sich für die Umwelt einzusetzen?
Ich sah die Zukunft immer schon im Bereich der erneuerbaren Energien, denn eines Tages sind Öl und Gas zu Ende – das war mir schon während des Studiums klar. Auch während meiner Karenzzeiten war ich im Energiebereich unterwegs: Als Mitbegründerin eines Bürgerbeteiligungsprojekts für einen der ersten Windparks in Österreich in unserer Nachbargemeinde Parbasdorf. Aus dieser Gruppe heraus gründeten sich dann die Grünen Deutsch-Wagram.

Warum ist das Thema „Energie“ für Sie so wichtig?
Ohne Energie kein Leben. Und das Schöne ist, sie kommt von der Sonne, gratis und für alle. Wir müssen sie nur intelligent nutzen.

Wann begann dieses Interesse?
Mein Vater hatte ein kleines Elektroinstallations-Unternehmen. Er hat mir erzählt, wie Strom erzeugt wird. Ich fasste dann den Plan, die AHS-Matura zu machen und später Energietechnik zu studieren.

Wie ging es dann mit Ihrer Ausbildung weiter?
Meine ersten beiden Töchter bekam ich schon während meines Studiums. Nach meinem Abschluss war ich einige Zeit Assistentin an der Technischen Universität und wechselte dann in den Bundesdienst ins damalige Wirtschaftsministerium in die Energiesektion. In den darauffolgenden Jahren brachte ich zwei weitere Töchter auf die Welt.

Was waren Ihre Aufgaben im Wirtschaftsministerium?
Ich war österreichische Vertreterin in der Energieeffizienz-Arbeitsgruppe in der Internationalen Energieagentur in Paris und österreichische Vertreterin der Europäischen Technologieplattform für Photovoltaik. Das führte mich auch zu vielen Meetings nach Brüssel und in viele andere Europäische Städte. Dabei entstand meine Liebe für die Arbeit auf europäischer Ebene.