Klimawandel: Dürre setzt Bauern zu. Experten thematisierten Probleme bei der Bewässerung von Feldern.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. Juli 2019 (04:10)
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Arno Kastelliz von der Landwirtschaftlichen Fachschule Obersiebenbrunn präsentierte den heimischen und deutschen Experten die Bewässerungsversuche am Feld.

Die anhaltende Trockenheit und Temperaturen um 34 Grad bildeten den Hintergrund einer Expertenrunde, der nicht besser hätte passen können: Rund 30 Fachleute aus Deutschland und Österreich tagten zwei Tage lang im Rahmen des Arbeitskreises Bewässerung der DLG (Deutsche Landwirtschaftliche Gesellschaft) im Marchfeld.

Wie wichtig die Frage der Wasserversorgung in der Landwirtschaft sein wird, zeigte der Meteorologe Herbert Formayer deutlich auf: Der Klimawandel wird die Anzahl der Hitzetage sowie die Dauer der Vegetationsperiode so deutlich anheben, dass auch die Verdunstung und der Wasserbedarf der Kulturpflanzen merkbar ansteigen werden.

In den Trockengebieten NÖ stehen bereits jetzt etwa 100.000 ha Ackerland und Weinbaufläche unter Bewässerung. Marianne Priplata und Andreas Felber von der Landwirtschaftkammer sowie Werner Jester vom Amt der Landesregierung stellten den aktuellen Stand in Niederösterreich dar, Dozent Reinhard Nolz von der Universität für Bodenkultur Wien erläuterte Methoden eines optimierten Wassereinsatzes.

"Der Austausch auf diesem Gebiet ist besonders wichtig"

Der Vorsitzende des Arbeitskreises, Ekkehart Fricke aus Niedersachsen, brachte die Situation auf den Punkt: Die Bewässerung wird auch in Mitteleuropa immer mehr zur notwendigen Schlüsseltechnik für eine ausreichende Nahrungsmittelversorgung werden.

Welchen großen Stellenwert die Zukunft der Bewässerung in der Region hat, zeigte zudem die aktive Mitarbeit von Hermann Schultes und des neuen Stellvertreters und Generalsekretärs der Kammer Österreich, Hans Zimmermann, bei der Tagung auf.

Mitorganisator Wolfgang Neudorfer von der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal mit Sitz in Deutsch-Wagram erklärte abschließend: „Der Austausch auf diesem Gebiet ist besonders wichtig, um zukünftige Probleme möglichst frühzeitig erkennen zu können und gemeinsam Lösungen zu finden.“