Neue Wege für Pedalritter. Im Zuge des Nordbahnausbaus soll auch ein neuer Radweg entstehen. Bürger, Ziviltechniker und Politiker planen mit.

Von Robert Knotz. Erstellt am 23. Juli 2021 (05:36)
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ÖVP-Stadtrat Johannes Kozlik, ÖVP-Bürgermeister Friedrich Quirgst und ÖVP-Stadtrat Franz Spehn neben der Bockfließer Brücke.
Gemeinde Deutsch-Wagram

Wie die NÖN bereits berichtete , war in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein Vertrag mit den ÖBB beschlossen worden: Der Konzern errichtet im Rahmen des Neubaus der Bockfließer Brücke, der aufgrund des Bahnausbaus und des zu geringen Abstandes der Pfeiler zu den Schienen erforderlich ist, auch einen Radweg.

Laut ÖVP-Stadtrat Johannes Kozlik flossen zahlreiche Vorschläge von mehr als einem Dutzend radinteressierter Deutsch-Wagramer in die Basisnetz-Planung mit dem Ziviltechniker-Büro Paikl ein. Auch Grünen-Stadtrat Heinz Bogner wurde ebenso wie andere Gemeinderäte in die Planung einbezogen. „Nun liegt ein erster Entwurf für das Radbasisnetz vor“, freut sich ÖVP-Bürgermeister Friedrich Quirgst. Er verweist darauf, dass die geplanten Radwege Teil der Maßnahmenplanung des Basisnetzes sind und im Zuge des Baus vom Land NÖ gefördert werden sollen.

Hier ein vorläufiger Überblick: Einerseits soll eine Querungsmöglichkeit über die L6 als Verlängerung von der Fabrikstraße geschaffen werden, auf der anderen Seite werden im Zuge der Erneuerung der Bockfließer Brücke nördlich und südlich der Bahn Radwege errichtet. „Nördlich wird es einen Geh- und Radweg auf der Seite der Post direkt zum Bahnhof Deutsch-Wagram geben“, so Kozlik.

Außerdem werde zusätzlich unter der Brücke eine Geh-und Radwegverbindung zum Spielplatz „Koksler“ errichtet. Südlich der Bahn ist eine Geh- und Radwegverbindung vom Stadtzentrum zum Bahnhof und weiter über die Haydngasse zu den Einkaufszentren geplant.

Wie geht es nun weiter? Bis in den Herbst stehen noch mehrere Abstimmungsgespräche an, um das Radbasisnetz finalisieren zu können. Nach Abschluss der Radbasisnetz-Planung sind Förderanträge für die einzelnen Maßnahmen möglich. Es folgt eine Detailplanung und nach Priorität sollen die einzelnen Maßnahmen im Zuge eines mehrjährigen Radwegebauprogramms umgesetzt werden.