Polit-Streit: Riesenwirbel um Grünen FB-Posting. FP-Gemeinderat Cermak ist sauer auf Öko-Partei, die auf Facebook behauptete, dass die Firma Glock „Mordwerkzeuge“ herstelle. Die Grünen kontern: „Waffen töten.“

Von Robert Knotz. Erstellt am 30. August 2017 (05:06)
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Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer erntete im Social-Media-Netzwerk heftige Kritik für ihren Sager.
Grünen

FP-Gemeinderat Werner Cermak ist empört: „In der vorletzten Gemeinderatssitzung stellte Grünen-Gemeinderat Heinz Bogner den Antrag, dass die Firma Glock eine Gegenleistung erbringen möge, wenn sie ein Grundstück von der Stadtgemeinde haben möchte. Einige Tage danach posteten die Grünen auf ihrer Facebook-Seite, dass die Stadt vom Waffenhandel profitiere.“ Und weiter: „Es wurde sogar von ,Mordwerkzeugen‘ gesprochen. Damit gefährden die Grünen zahlreiche Arbeitsplätze im Ort.“

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P-Gemeinderat Werner Cermak ist sauer über das Verhalten der Grünen auf Facebook.
Archiv

Cermak sprach das Thema in der jüngsten Sitzung des Ortsparlaments an und Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer bestätigte, dass das Wort „Mordwerkzeuge“ gefallen sei. „Waffen töten“, so Bergauer. Die Einwände von VP-Bürgermeister Fritz Quirgst und vielen anderen Mandataren, dass auch Polizei und Sicherheitskräfte mit Waffen der Firma ausgerüstet werden, ließ die Grüne nicht gelten. Wie die NÖN berichtete, hatte die Firma Glock um eine Grundstücksabtretung der Gemeinde ersucht.

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Dieses Facebook-Posting sorgte für Aufregung im Netz.
Screenshot Facebook

Bogner stellte daraufhin den Antrag, die Firma möge im Gegenzug ein anderes Stück Grund an die Gemeinde abtreten, um den Bau einer Straße von der Post zum rückwärtigen Teil des Bahnhofs zu ermöglichen. VP-Stadtchef Quirgst wurde ersucht, die Verhandlungen mit Glock aufzunehmen, die allerdings derzeit unter einem schlechten Stern zu stehen scheinen.