Zug: Ausfallsserie regt auf. Ganze drei Stunden lang verkehrte keine Bahn von Wien-Mitte nach Helmahof, Strasshof und Silberwald. ÖBB-Sprecher Karl Leitner: „Grund war ein Radreifenbruch bei S3.“

Von Manuel Mattes. Erstellt am 16. August 2018 (05:25)
Fahrgäste, die vorigen Freitag von Wien in Richtung Gänserndorf unterwegs waren, mussten sich in Geduld üben.
NÖN-Archiv

Wer Freitagvormittag mit den Öffis von Wien nach Helmahof, Strasshof und Silberwald fahren wollte, brauchte wahrlich gute Nerven – und durfte es vor allem nicht eilig haben. Wie die NÖN berichtete, kommt es derzeit aufgrund von Bauarbeiten in beiden Richtungen zu Zugausfällen zwischen der Bundeshauptstadt und Gänserndorf.

Die Folge: Zu bestimmten Tageszeiten verkehrt nur ein Zug pro Stunde zwischen den beiden Städten. Wenn dann noch außertourliche Probleme auftreten, ist das Chaos perfekt – und genau das war offensichtlich am Freitag der Fall. „Zusätzlich zu den ,geplanten‘ Ausfällen aufgrund der Bautätigkeiten kamen dann nämlich noch zwei weitere aufgrund eines schadhaften Triebwagens. Das führte dazu, dass ganze drei Stunden kein einziger Zug von Wien Mitte in Richtung Gänserndorf fuhr, der alle Haltestellen bediente“, so ein aufgebrachter Kunde im NÖN-Gespräch.

"Sicherheit der Fahrgäste steht an erster Stelle"

Der Zug um 8.20 Uhr von Wien Mitte sei noch planmäßig gefahren, die Züge um 9.20 Uhr sowie um 10.20 Uhr seien kurzerhand entfallen – die Fahrten um 8.50 Uhr, 9.50 Uhr und 10.50 Uhr aufgrund der Bautätigkeiten sowieso. Erst gegen 11.20 sei dann die nächste S1 verkehrt, die alle Bahnhöfe und Haltestellen anfuhr.

Zwar habe es um 10.10 einen Regionalzug nach Breclav in Richtung Gänserndorf gegeben, dieser hielt jedoch nicht in Helmahof, Strasshof und Silberwald. ÖBB-Sprecher Karl Leitner gegenüber der NÖN: „Eine Garnitur der S3 kam aufgrund eines vermuteten Radreifenbruchs zwischen Wien-Matzleinsdorfer Platz und Wien-Meidling außerhalb des Bahnsteigbereichs zum Stillstand. Bis 9.20 Uhr konnte der Betrieb daher nur eingleisig abgewickelt werden. Es kam zu zahlreichen Teilausfällen und Verspätungen.“

Laut Leitner fiel die S1 um 9.20 Uhr zwischen Wien-Meidling und Gänserndorf aus, der Zug um 10.20 Uhr verkehrte im Abschnitt Wien-Meidling bis Floridsdorf nicht, fuhr allerdings von Floridsdorf bis Gänserndorf. Und weiter: „Weil die Sicherheit der Fahrgäste an erster Stelle steht, hatten wir keine andere Möglichkeit, als diese Art der Betriebsabwicklung zu wählen. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die unseren Fahrgästen entstanden.“