Vandalen nun ausgeforscht. Acht Tätern wurden Verwüstung der Schule und weitere Delikte nachgewiesen. Die Männer im Alter zwischen 17 und 19 Jahren wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 02. April 2019 (08:54)
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Ein Bild der Verwüstung bot sich dem Schulwart und den Lehrkräften am Tag nach der Tat.

„Nach sehr zeitintensiven Ermittlungen, viel Schreibarbeit und Ausnützung jeder kriminaltaktischen Möglichkeit konnten die Kollegen der Polizei-Inspektion Deutsch-Wagram nun den Abschlussbericht übermitteln. Neben dem Vandalismus in der Schule wurden noch andere, teilweise noch nicht angezeigte Straftaten geklärt“, berichtet Gerald Reichl, Chef der Kriminaldienstgruppe im Bezirk.

Er erläutert den Tathergang: Die Täter schlichen sich am Abend des 18. Jänner, während des in der Volksschule laufenden Karateunterrichts in die Schule und öffneten unbemerkt ein Fenster (die NÖN berichtete). Sie warteten im Nahbereich, bis die Teilnehmer des Kurses das Gebäude verlassen hatten. Danach kletterten die Männer durch das offene Fenster in das Gebäude. Dort hielten sie sich mehrere Stunden auf, konsumierten Alkohol und feierten eine „Party“. Dabei beschädigten die Täter die Inneneinrichtung, beschmierten die Wände mit Farbe und schmierten Hakenkreuze auf eine Schultafel und in ein Kinderbuch. Weiters wurde das Notebook einer Lehrkraft mit Wasser zerstört.

Im Zuge umfangreicher Erkundigungen in der Jugendszene wurden acht männliche Täter im Alter zwischen 17 und 19 Jahren ausgeforscht. Bei den Beschuldigten handelt es sich um sechs österreichische und zwei ungarische Staatsbürger, die ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz in der Stadt haben.

Den Tätern wurde außerdem nachgewiesen, dass sie in der Silvesternacht 2016 ein Baumhaus und einen Kühlschrank der Firma Billa mittels Pyrotechnik beschädigt bzw. gesprengt hatten. Weiters sollen zweimal die WC-Anlagen am Schulsportgelände und Ende Jänner einmal am Bahnhof von den Tätern beschädigt worden sein. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 7.000 Euro. Die Beschuldigten wurden der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.