Bandcontest: Bine Hagn rockt im Radio. Die sympathische Musikerin kämpft auf 88,6 mit ihrem Song „So rockt das Leben“ um den Einzug ins Finale. In den ersten Augustwochen kann für sie gestimmt werden.

Von Michaela Fiala. Erstellt am 01. August 2018 (09:29)
Havranek

Der Radiosender 88,6 hat auch heuer einen Bandcontest ausgerufen. Österreichische Gruppen und Künstler sollten einen persönlichen, kreativen Song einschicken, in dem der Slogan „So rockt das Leben“ als Textteil oder sogar Refrain vorkommt. Aus den zahlreichen Einsendungen wurden acht Bewerber ausgewählt. Für das Halbfinale hat sich auch die 33–jährige Bine Hagn aus Dörfles qualifiziert.

Im NÖN-Gespräch sprüht die Musikerin förmlich vor Lebensfreude, mit Begeisterung erinnert sie sich zurück an die Songproduktion: „Ich habe Ende April den Contestaufruf auf Facebook gelesen und hatte sofort einen Refrain sowie eine Strophenmelodie im Kopf. Ich bin dann zu meinem Gesundheitstraining gefahren, schon während der Sporteinheit habe ich den restlichen Text ins Handy gesprochen.“

Studioaufnahme dauerte drei Tage

Anschließend arbeitete sie einen Monat lang an den Details – eine Woche vor dem Abgabetermin ging sie dann erstmals in ein Tonstudio und produzierte dort in drei Tagen die Endversion. Seit kurzem ist ihre Nummer „So rockt das Leben“ im Radio zu hören, in der Vorwoche gab die sympathische Sängerin und Liedermacherin aus dem Weinviertel den Moderatoren ihr erstes Interview.

Mit ihrem Contestsong will sie Gutgelaunte zum Tanzen bringen und Unglückliche mental ein wenig aufbauen. Sie selbst kennt die Textzeile „Amoi geht’s bergauf, dann wieder bergo, so spüt si’s bei jedn o. Amoi geht’s bergo, dann wieder bergauf, des is hoit der Lebenslauf. Jo so is, so is es eben … so rockt das Leben“ auch aus ihrem Leben, in dem sie gerade einen Höhenflug erlebt, sehr gut.

Knallbunte Haare sind das Markenzeichen der leidenschaftlichen Sängerin mit der kraftvollen Stimme, die sich das Gitarrespielen selbst beigebracht hat. 2005 stand sie erstmals mit ihrer damaligen Rock’n’Roll-Coverband „R.u.m.f.a.s.s.s.“ auf der Bühne, vier Jahre später komponierte sie ihren ersten Song in Mundart-Pop. Die gelernte Sozialpädagogin ist seit Anfang des Jahres hauptberufliche Musikerin und kann für Hochzeiten, Geburtstagsfeiern etc. gebucht werden.

Bisher hat sie bereits 48 Songs selbst geschrieben und vertont. Inspiration dafür holt sie sich aus ihrem Umfeld: „Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und plötzlich fällt mir eine Liedzeile ein. Gleichzeitig habe ich meist auch die dazu passende Melodie im Kopf.“

Mundart-Pop soll das Publikum berühren

Ihre Lieder sind keine Partysongs, mit den Texten im Weinviertler Dialekt möchte Hagn Botschaften vermitteln und Menschen berühren. Sie konkretisiert: „Ich möchte starke Emotionen hervorrufen, die Zuhörer sollen lachen und weinen, wenn sie meine Lieder hören“.

Noch heuer wird ihre erste CD auf den Markt kommen. Auch eine neue Website ist in Planung. Und sie ist auf der Suche nach einer eigenen Band. „Ich möchte junge, dynamische Musiker kennenlernen, die gern professionell arbeiten wollen und einmal wöchentlich Zeit für Proben haben“, startet sie einen Aufruf an alle Interessierten.

Aber vorerst steht natürlich der Bandcontest im Vordergrund. Die talentierte Liedermacherin hofft auf eines der vier Finaltickets: „Ich würde wahnsinnig gern bei der Deltaparty am 1. September in der Ottakringer Brauerei in Wien performen und dort mit dem Publikum ordentlich abrocken.“