FPÖ: Noch vier gehen in Deutsch-Wagram. Nach dem Ausschluss von Werner Cermak warfen vier weitere Funktionäre das Handtuch. FP-Bezirkspartei-Obmann Dieter Dorner will Posten rasch nachbesetzen.

Von Robert Knotz. Erstellt am 15. Juli 2020 (05:10)
FP-Landtagsabgeordneter Dieter Dorner kämpft für den Bau der S8.
FPÖ

Nach dem Parteiausschluss von Werner Cermak haben nun vier weitere Mitglieder der Freiheitlichen das Handtuch geworfen: Christine Glinserer, Gabriele Bauer, Manfred Herber und Rudolf Burisch sollen die FPÖ auf eigenen Wunsch verlassen haben.

„Laut Statuten ist die Ortsgruppe nun nicht mehr handlungsfähig“, meint Ex-Blauer Cermak und zitiert im NÖN-Gespräch den Paragrafen 18 der Parteistatuten. Mindestens vier Mitglieder des Parteivorstandes seien für die Beschlussfähigkeit erforderlich. Rückblick: Cermak wurde kürzlich aus der FPÖ ausgeschlossen.

Als Gründe dafür gab Bezirkspartei-Obmann Dieter Dorner „nicht parteikonforme und untergriffige Facebook-Postings, öffentliche Angriffe auf andere Parteimitglieder sowie Cermaks Forderung nach dem Austritt Österreichs aus der EU und seine Unterstützung des ,Team Strache‘“ an.

Für Letzteres haben sich auch die beiden Ex-Blauen Gabriele Bauer und Manfred Herber entschieden. Sie wollen Cermak beim Aufbau des „Team Strache“ im 21. Wiener Gemeindebezirk unterstützen. Cermak allerdings bleibt als parteiloser Mandatar im Deutsch-Wagramer Gemeinderat.

Bezirkspartei-Obmann und FP-Landtagsabgeordneter Dieter Dorner sieht die Sache gelassen: „Ich weiß derzeit nur von drei Parteiaustritten. Gemeinderat Matthias Hittinger wird als Cermaks Stellvertreter die Ortsgruppe weiterführen. Wir werden einen Ortsparteitag einberufen und die frei gewordenen Funktionen neu besetzen.“