Nationalpark wird größer. Rechtzeitig zum 20 Jahr-Jubiläum gab es ein besonderes Geschenk: So wächst das Naturschutzgebiet in den Donau-Auen um 277 Hektar.

Erstellt am 26. Oktober 2016 (05:00)
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Carl und Maximilian Abensperg-Traun, Nationalpark-Direktor Carl Manzano, VP-Landeshauptmann Erwin Pröll, Bundesminister Andrä Rupprechter und SP-Bürgermeister Michael Häupl (von links).
Kovacs

Seit mittlerweile 20 Jahren schützt der Nationalpark Donau-Auen die letzte große zusammenhängende Aulandschaft Mitteleuropas. In der Vorwoche wurde die Zukunftsstrategie und Weiterentwicklung des Nationalparks präsentiert: Das Schutzgebiet wächst um 277 Hektar.

Andrä Rupprechter, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, stellte die Weiterentwicklung des Nationalpark Donau-Auen vor: Im Jubiläumsjahr werden neue Flächen eingebracht. Durch einen Vertragsabschluss mit dem privaten Grundbesitzer Abensperg-Traun werden 260 Hektar der Petroneller Au in den Nationalpark einbezogen. Für weitere 140 Hektar wurde ein Kooperationsvertrag für eine forstliche Außernutzungsstellung vereinbart.

17 Hektar neue Nationalparkfläche

„Vor rund 30 Jahren war ich in der Hainburger Au und habe um die Erhaltung gekämpft. Der Nationalpark erfährt mit diesem Schritt eine wichtige Aufwertung, die ihm schon lange zusteht “, betont Rupprechter.

Gleichzeitig bringt die Stadt Wien 17 Hektar neue Nationalparkfläche in Fischamend ein, hält SP-Bürgermeister Michael Häupl fest. Diese Flächen in Niederösterreich stellen gemeinsam mit der Lobau Wiens Beitrag zum Nationalpark Donau-Auen dar. Hier besteht eine weltweite Besonderheit – denn nur wenige Hauptstädte verfügen über einen Nationalpark.

Pröll: „Naturparadies erhalten und stärken“

VP-Landeshauptmann Erwin Pröll, so wie Häupl vor 20 Jahren einer der „Gründerväter“ des Nationalparks, ist stolz auf das Erreichte. Anlässlich von 20 Jahren Nationalpark gelte es, Dank auszusprechen.

„Der Nationalpark Donau-Auen liegt zwischen den zwei europäischen Hauptstädten Wien und Bratislava und mitten in einer Region mit hoher wirtschaftlicher Dynamik, die auch in Zukunft weiter wachsen wird. Umso wichtiger ist es, den Nationalpark als Rückzugsraum und Naturparadies zu erhalten und zu stärken. Die vergangenen 20 Jahre haben gezeigt, dass dies erfolgreich gelungen ist. Und mit der Erweiterung des Schutzgebiets wird dem auch künftig Rechnung getragen“, so Pröll.

"Bedeutender Schritt für Weiterentwicklung"

Am 27. Oktober 1996 wurde am Schlossberg Hainburg zwischen der Republik Österreich und den Bundesländern Wien und Niederösterreich ein Staatsvertrag zur Errichtung und Erhaltung eines Nationalpark Donau-Auen unterzeichnet. Mit einer anfänglichen Größe von 9.300 Hektar sollte der Nationalpark alle Augebiete entlang der Donau zwischen Wien und der Staatsgrenze umfassen.

„Mit der Erweiterung im heurigen Jubiläumsjahr, die durch die Unterstützung von Bund und Ländern möglich wurde, ist ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung des Nationalpark Donau-Auen gelungen“, freut sich Nationalparkirektor Carl Manzano.

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