Verein "Danubeparks" für Inseln, Vögel und Schafe. 3 Mio. für internationale Naturschutzmaßnahmen an der Donau.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. Januar 2020 (05:01)
Niederösterreichs Europa-Landesrat Martin Eichtinger und Nationalpark-direktorin Edith Klauser.
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Seit 2017 arbeiten der Verein „Danubeparks“ und die Schutzgebiete aus neun Donauländern an der Stärkung der Donau als ökologischer Lebensraumverbund. Der Nationalpark Donau-Auen und die Welterbegemeinden Wachau als Partner in Österreich ziehen erfolgreich Bilanz. Mit Ende November wurde das Projekt „DANUBEparksCONNECTED“ unter Förderung durch das EU-Programm „Interreg Danube Transnational Programme“ beendet.

VP-Landesrat Martin Eichtinger: „Zahlreiche Maßnahmen für Lebensraumverbesserung und Artenschutz wurden seit dem Projektstart Anfang 2017 entlang der Donau mit Partnern aus Schutzgebiets- und Forsterwaltungen, Energiesektor und Schifffahrt erfolgreich gesetzt. Das Budget belief sich auf drei Millionen Euro bei 85 Prozent Refinanzierung der EU.“

"Damit hat der Nationalpark seine Vorreiterrolle bestätigt"

Eine besondere Leistung von „Danubeparks“ sei es, Menschen über die Grenzen hinweg für den Wert der intakten Natur zu begeistern. Hervorzuheben ist die internationale Koordinierung des „Danube Volunteers Day“: „An diesem donauweiten Aktionstag haben 1.300 Freiwillige an Schutzmaßnahmen teilgenommen, in über 1.300 Arbeitsstunden Habitate gepflegt sowie die Flussufer von Schwemmmüll gereinigt“, so Eichtinger.

Edith Klauser, Direktorin des Nationalpark Donau-Auen, unterstreicht die Bedeutung donauweiter Kooperation und den Mehrwert für die Region: „Damit hat der Nationalpark seine Vorreiterrolle für Initiativen auf europäischer Ebene bestätigt. EU-geförderte Projekte bringen großen Mehrwert für unsere Naturschutzarbeit vor Ort.“ Im Arbeitspaket für den Schutz von Trockenrasen wurde etwa eine grenzübergreifende Schafbeweidung am Marchfeldschutzdamm aufgebaut, um die Vierbeiner als „ökologische Rasenmäher“ zu testen. Zwei beispielgebende Projekte sind „WILDisland“ und „DANUBE FREE SKY“ (siehe Infobox).

„Die erfolgreichen Initiativen im Rahmen von DANUBEparksCONNECTED haben europaweit Anerkennung gefunden“, zieht Projektleiter Georg Frank vom Nationalpark Donau-Auen stolz Bilanz.