Eckartsau wurde zu Wiener Hofburg. Für den Film „Corsage“ von Marie Kreutzer mimte Schloss die kaiserliche Residenz.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. April 2021 (04:37)
Schweres Gerät wurde für die Filmdreharbeiten zu „Corsage“ in den Eckartsauer Schlossgarten gebracht.
Sandfort, Sandfort

Im Schloss Eckartsau freut man sich über den immer grüner werdenden Ausblick in den frühlingshaften Schlosspark. Anfang März aber gab es beim Blick aus den Schlossfenstern eine große Überraschung – man erblickte nichts Geringeres als die Wiener Hofburg.

Schloss Eckartsau durfte für fast drei Wochen die kaiserliche Residenz in Wien mimen. Verwandelt wurde das Schloss durch die Ausstattung der Dreharbeiten für den Kinofilm „Corsage“ von Marie Kreutzer. Worum geht es in der Produktion?

Weihnachten 1877. Elisabeth, Kaiserin von Österreich, wird 40 Jahre alt. Es ist die durchschnittliche Lebenserwartung einer Frau im späten 19. Jahrhundert. Elisabeth ist also jetzt ganz offiziell eine alte Frau. Als Kaiserin hat sie ausschließlich repräsentative Pflichten. Sie lebt eingesperrt in das höfische Ritual, ihre Pflichten und die Erwartungen, die an sie gestellt werden. Doch die größte Kontrolle über sie hat ihr eigenes Bild, das ihr überlebensgroß überall begegnet. Was sie trägt, wird Mode. Ihre unnatürlich schmale Taille das moderne Schönheitsideal in einer Zeit, in der eine üppige Figur eigentlich noch als Statussymbol gilt. Elisabeth ist im ausgehenden 19. Jahrhundert ein gleichermaßen angehimmeltes wie kritisch beäugtes Role Model. Doch Elisabeth weiß, dass ihre Zeit abläuft. Mit vierzig Jahren kann sie bald kein Schönheitssymbol mehr sein.

Bis Eckartsau auf der Kinoleinwand zu sehen ist, muss man allerdings noch etwas Geduld haben. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2022 geplant.