Weniger Andrang bei Tests in Gänserndorf. Da Freitesten wegfiel, wurde eine Teststraße eingespart. In Gänserndorf gab‘s drei positive Fälle.

Von Sandra Frank. Erstellt am 20. Januar 2021 (04:01)
Sie waren am Wochenende im Einsatz, um die Gänserndorfer auf Covid-19 zu testen (v.l.): Philipp Toth, Beate Kainz, Michelle Monot, Christoph Haden und Mediziner Florian Imböck.
privat

Bei über 3.200 getesteten Personen waren drei positive Fälle dabei. „Die Teilnahme war schwächer als bei der ersten Testrunde im Dezember“, sagt Gänserndorfs Stadtchef René Lobner (ÖVP). Überrascht ist er davon aber nicht, da das geplante „Freitesten“ weggefallen ist.

Vier Teststraßen waren in der Stadthalle eingerichtet, nur drei davon wurden tatsächlich benötigt. „Weil der Andrang geringer war, haben wir kurzfristig eine der vier geplanten Teststraße geschlossen.“ Hier seien dann überwiegend Gemeinderäte und Gemeinndebedienstete von der Freiwilligen-Liste gestrichen worden.

Grünen-Bezirkssprecherin Beate Kainz blieb im Freiwilligen-Einsatz: „Leider war die Beteiligung am vergangenen Wochenende nicht besonders groß. Eine unserer Schichten fiel sogar aufgrund des geringen Andrangs aus“, bestätigt sie im Gespräch mit der NÖN. Kainz‘ Gatte Jürgen half bei der Anmeldung mit, sie selbst war als Testhelferin im Einsatz. Sie tauchte die Nasenabstrich-Stäbchen in die Flüssigkeit, die anschließend auf die Teststreifen aufgebracht wird.

SP-Stadtrat Michael Hlavaty war ebenfalls mit von der Partie und stellte sich in den Dienst der guten Sache.
Hlavaty

Kameraden der FF Gänserndorf unterstützten die Stadtgemeinde, nachdem sie selbst negative Testergebnisse erhalten hatten.

Der Stadtchef sei an beiden Tagen bei den Testungen vor Ort gewesen, um den Freiwilligen für ihren Einsatz zu danken. Er hatte aber, nachdem eine Teststraße weggefallen war, nur noch eine „überwachende“ Aufgabe. Was ihm auffiel: Die Testungen selbst seien dieses Mal flotter über die Bühne gegangen, da die Freiwilligen und auch jene, die sich testen ließen, den Ablauf bereits kannten. So konnten die Teststraßen auch früher geschlossen werden. Die Tests hält er für sehr sinnvoll, klar sei aber: „Die Impfungen sind ein Hoffnungsschimmer, um wieder zu einem normalen Leben zurückzukehren.“ Er selbst hat sich bereits für eine Impfung registrieren lassen.

„Wir hatten in der Vorwoche schon einige Anfragen, wie das funktioniert“, ortet er eine Impfbereitschaft in der Bevölkerung. Richtig losgehen könne es mit den Impfungen aus seiner Sicht aber erst Ende März/Anfang April.

Lobner selbst werde einmal pro Woche getestet. „Ich bin schon abgehärtet“, meint er. Um niemanden zu gefährden, ist er jetzt immer mit einer FFP2-Maske unterwegs.