Altlast Raffinerie: Forscher prüft Sanierung. Wissenschafter will ein Verfahren entwickeln, um altes, verseuchtes Fabriksgelände zu revitalisieren – und das nachhaltig.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 03. August 2018 (04:34)
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Säureteergruben, die durch die Ablagerung von Produktionsabfällen entstanden, erinnern an die frühere Fabrik.
Umweltbundesamt

Das herrenlose, „tote“ Gelände, auf dem früher eine Petroleumfabrik stand ( siehe hier ), erfährt nach jahrelangem Brachliegen endlich Beachtung:

Der Wiener Wissenschafter Maximilian Lackner möchte ein Forschungsprojekt starten und damit herausfinden, wie das Areal saniert werden kann. „Und zwar richtig – nicht nur durch Abtragen und Wieder-Aufschütten von Erdreich, was letztlich nichts bringt“, so SP-Bürgermeister Josef Kohl. Der Antrag für das Forschungsprojekt soll bis Ende des Jahres eingereicht sein – möglich sei eine Förderung von bis zu 100 Prozent der Kosten.

"Zukunft ist noch ungewiss"

Die Untersuchungen seien für zwei Jahre anberaumt, die darauf folgende mögliche Sanierung würde nochmals zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. Aktuell werden auf dem Gelände Erhebungen seitens des Forscherteams, an dem sich mehrere Wiener Universitäten beteiligen, durchgeführt.

„Ich bin froh, dass sich jemand des Areals annehmen will – und das auf eigenes Risiko“, so Kohl. Was mit dem Gelände passiert, wenn es in Zukunft wieder nutzbar ist, wisse man derzeit noch nicht.

Allerdings – genau dieses Thema stehe schon bei der nächsten Gemeindestrategie-Sitzung zur Diskussion. Wie schon des Öfteren berichtet, wird in Drösing nämlich gerade in Zusammenarbeit mit den Bürgern ein gemeinsamer künftiger „Fahrplan“ für den Ort entwickelt.

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