Ratten führten zu toter Frau

Erstellt am 18. Jänner 2023 | 05:20
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8573306_mar03sw_ratte.jpg
Die Ratten im Haus waren durchs Fenster zu sehen.
Foto: privat
Eine menschliche Tragödie wurde in Drösing entdeckt, als eine Nachbarin Alarm schlug: Die Polizei fand Bewohnerin und jede Menge Nagetiere.
Werbung
Anzeige

Zu einem Großaufgebot an Einsatzkräften kam es vergangenen Samstagabend bei einem Einfamilienhaus. Eine Nachbarin – sie kam gerade aus dem Urlaub zurück – hatte die Polizei informiert, da die Dame im Nebenhaus seit Wochen nicht mehr zu sehen war.

Sie besaß einen Hund und man sah sie sonst regelmäßig beim Spaziergang mit dem Vierbeiner. Jetzt wimmelte es von Ratten rund ums Haus, man sah sie sogar hinter den Fenstern des Wohngebäudes.

Nachdem die Exekutive die Haustüre geöffnet hatte, fand sie die Bewohnerin leblos vor. Die Innenräume waren voller Unrat, es handelte sich um einen Messie-Haushalt.

Überall rundherum tummelten sich die Nagetiere. Die Nachbarin, die den entscheidenden Anruf getätigt hatte, wandte sich an die Feuerwehr und an die Gemeinde, um auf die Rattenplage hinzuweisen und sich zu erkundigen, wie das Problem nun gelöst werden solle.

„Ich habe Angst, dass Ratten ins Haus kommen“

Sie kontaktiere außerdem die NÖN: „Ich frage mich, ob da nicht Gefahr im Verzug ist. Ich habe Angst, meine Türe offen zu halten. Es könnten ja Ratten in mein Haus laufen.“

Die NÖN fragte bei der Gemeinde nach. Amtsleiter Ewald Strohmeyer reagiert etwas genervt: „Das Rattenproblem scheint schon seit längerer Zeit zu bestehen.“ Gleichzeitig teilt er mit, dass die Firma „Alles sauber“ bereits für den kommenden Tag bestellt worden sei, um die untragbaren Zustände zu bereinigen.

Man habe inzwischen auch die zwei Kinder der Verstorbenen erreicht, die die Kosten übernehmen werden. Sie dürften schon länger keinen Kontakt mehr mit der Mutter gehabt haben.

Die Dame hat laut Angaben sehr zurückgezogen gelebt, sich jedoch selbst um die Erledigungen des täglichen Lebens gekümmert. Außerdem habe sie – wie bereits erwähnt – einen Hund besessen. Wo dieser geblieben ist, war keiner der befragten Personen bekannt.

Werbung
Anzeige