Schäden an Bäumen: Gemeinde handelt. Rund 96 Hektar wurden abgegangen und untersucht. Jetzt sollen schadhafte Holzriesen entfernt und neue gepflanzt werden.

Von Dagmar Faltner. Erstellt am 28. Januar 2018 (04:43)
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Drösing hat rund 96 Hektar Gemeindewald, die nun aufgeforstet werden sollen.
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Im Jahr 2016 ließ die Gemeinde einen sogenannten „Waldwirtschaftsplan“ für eine nachhaltige Bewirtschaftung des rund 96 Hektar großen Gemeindewaldes von der Landwirtschaftskammer NÖ erstellen. Ulrich Schwaiger erläuterte nun im Rahmen einer Informationsveranstaltung den Sinn und den Inhalt eines Waldwirtschaftsplans und erklärte die darin enthaltenen Bewirtschaftungsmaßnahmen, die in den nächsten Jahren zur Umsetzung kommen sollen.

Die Gemeinde lud zu einer Informationsveranstaltung über die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes in den Veranstaltungssaal. Im Bild: Gemeinderat Robert Weiser, SP-Bürgermeister Josef Kohl, Gemeinderat Andreas Koller, Ulrich Schwaiger und Vize Johann Becher (v.l.).
Gemeinde

Ein Waldwirtschaftsplan liefert Informationen über die übersichtliche Darstellung der gesamten Waldfläche, deren Holzvorrat, die Baumartenverteilung, die Altersklassenverteilung und den Zuwachs. Außerdem die jährliche nachhaltige Nutzungsmenge sowie die Reihung der Maßnahmen nach Bestand und Dringlichkeit. Nicht zuletzt ist die Bereitstellung von Nutzholz, Energieholz und Brennholz ein Teil des Planes. Im Herbst 2017 fand eine ausführliche Begehung der gegenständlichen Flächen sowie Besprechungen mit der Bezirksforstinspektion Gänserndorf statt. Dabei wurden schwerwiegende Trockenheitsschäden in den Kieferbeständen festgestellt.

Für das Jahr 2018 sind aufgrund dessen nun zahlreiche waldbauliche Maßnahmen geplant. Zum Beispiel sollen die abgestorbenen Kiefern entfernt und nach entsprechender Bodenbearbeitung neue Bäume gepflanzt werden, wobei auf die Artenvielfalt besonderer Wert gelegt wird. Zum Schutz vor Wildverbiss ist geplant, diese Aufforstungen einzuzäunen und dazwischen Wildkorridore anzulegen. Weiters steht die Pflege junger Bestände und der Schutz der aufkommenden Laubholzverjüngung auf dem Plan.