Hochstand-Sprengungen: Geldbuße für „Bomber“. 28-jähriger Mann, der im April und Mai dieses Jahres Vandalenakte verübte, muss 1.000 Euro Strafe zahlen und begibt sich in therapeutische Behandlung.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 19. Oktober 2018 (05:56)
LPD NÖ
Unter anderem sprengte der 28-jährige Dürnkruter diesen Hochstand mit einer Rohrbombe in die Luft.

Der Prozess gegen jenen 28-jährigen Mann, der im April und Mai dieses Jahres insgesamt drei Hochstände in Dürnkrut und Jedenspeigen mit Rohrbomben in die Luft gesprengt hatte (die NÖN berichtete), endete am vergangenen Dienstag am Landesgericht Korneuburg mit einer Diversion (Verzicht auf die förmliche Durchführung eines Strafverfahrens, Anm.). Er bekam eine Geldstrafe von 1.000 Euro aufgebrummt und erklärte sich zudem freiwillig bereit, eine Psychotherapie zu machen.

Schon vor der Verhandlung am Gericht war der Dürnkruter umfassend geständig. Zudem hatte er den durch ihn verursachten finanziellen Schaden bereits vor Beginn des Prozesses beglichen.

Auch vor Gericht gab der 28-Jährige schließlich zu, drei Hochstände und ein Verkehrsschild mit selbst gebastelten Rohrbomben gesprengt zu haben. Bei einer freiwilligen Nachschau waren in der Wohnung des Beschuldigten Restbestände diverser Chemikalien gefunden worden. Der Dürnkruter dürfte die Substanzen und Bauanleitungen zur Herstellung der Sprengsätze aus dem Internet erworben haben. Der Schaden an den Hochständen belief sich auf eine vierstellige Summe.