Vogelzählung: Meise und Sperling überflügeln alle

Bei der jährlich stattfindenden Aktion von BirdLife wurden insgesamt 88.213 gefiederte Freunde NÖ-weit gezählt. NÖN-Reporterin Vera Coursolle war in Dürnkrut mit dabei.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 05:20
Lesezeit: 2 Min
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Futterstellen locken Vögel in die Gärten.
Foto: Vera Coursolle

Dieses Jahr beteiligte sich NÖN-Reporterin Vera Coursolle zum ersten Mal an der seit 13 Jahren stattfindenden Aktion der Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich, die vom 6. bis 9. Jänner wieder zur großen Wintervögel-Zählung aufrief.

Die Aufgabe besteht darin, die pro Vogelart gleichzeitig gesichtete Höchstzahl binnen eines Zeitraums von einer Stunde bekannt zu geben – online oder postalisch. Im Weinviertel nahmen bis zur Ablesung auf der Internet-Seite von BirdLife bis 9. Jänner um 20.45 Uhr 273 Personen teil, die in 215 Gärten insgesamt 6.768 Vögel zählten. In ganz Niederösterreich waren es zum Ablesezeitpunkt 3.744 Menschen, die in 3.029 Gärten 88.213 Piepmätze registrierten. Der Gewinner war die Kohlmeise mit 16.244 Exemplaren gefolgt vom Feldsperling, der Blaumeise sowie der Amsel – bei diesen allen gab es Zuwächse von 10 %. Die Population der Spatzen (auf Rang drei) blieb gleich.

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Der Stieglitz gehört zu den Verlierern

Unter den Verlierern befinden sich unter anderem der Stieglitz, der Grünfink, die Wacholderdrossel und der Erlenzeisig. (Im Vergleich zu 2021: - 10%). Um die Vögel zu zählen, muss man sie erst anlocken: Die Experten raten, von Oktober bis März zu füttern, auch Wasser sollte (ganzjährig) bereitstehen. Wer einmal mit der Nahrungsmittelversorgung begonnen hat, darf nicht einfach wieder damit aufhören.

Die gefiederten Freunde verlassen sich nämlich auf diese Nahrungsquelle, im schlimmsten Fall kann das Abebben der Bereitstellung von Futtermitteln zum Verhungern führen. Das Futter muss vor Nässe und Kot anderer Vögel geschützt werden. (Überträger von Krankheiten). Gut zu wissen: Es gibt Allesfresser (Meisen und Kleiber), Weichfutterfresser (Drosseln und Stare) und Körnerfresser (Finken sowie Sperlinge).

Ein energiereiches Allroundfutter sind Nüsse, Fett-Kleie-Mischungen (Meisenknödel und Co) sowie kleine Samen (Hirse, Leinsamen). Die Vorliebe für die Nahrungsaufnahme ist unterschiedlich. So bevorzugen es zum Beispiel Amseln und Rotkehlchen, vom Boden zu fressen. Exponierte Stellen ohne Deckung sind allgemein nicht beliebt. Egal wo – wichtig ist der Schutz vor Katzen. Unsere Reporterin – sie stellte Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Meisenknödel, Apfelstücke und Sesamkörner bereit – sichtete vor allem Meisen (höchste Anzahl gleichzeitig: sechs Meisen und zwei Kleiber). Auch ein paar Spatzen kamen vorbei.

Der Höhepunkt war jedoch der Specht in der Abenddämmerung, der sich an den Meisenknödeln gütlich tat. Übrigens: Die Vogelbeobachtung wirkt sich nachweislich positiv auf unsere Gesundheit aus.

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