„Abgebloggt“: Keine Pelikan-Fotos für Kochbuch. Bloggerin bot Zusammenarbeit mit Leader-Region an. Diese entschied sich aber anders.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 25. November 2020 (05:12)
Foodbloggerin Verena Pelikan bei der feierlichen Eröffnung ihres Studios in Ebenthal.
Mauritsch

Wird Verena Pelikan von der Leader-Region Weinviertel Ost absichtlich gemieden? Die erfolgreiche Foodbloggerin und -fotografin versteht nicht, warum für das von der Leader-Region herausgegebenen Kochbuch eine Kärntnerin als Fotografin engagiert wurde – zumal das Buch den Untertitel „Alte Rezepte und Geschichten aus dem östlichen Weinviertel“ trägt und Pelikan ihren Firmensitz in Ebenthal hat.

Sie sei international ausgezeichnet und verfüge über eine große Reichweite im deutschsprachigen Raum, wie sie betont. Dass für das Kochbuch „Aufkochen“ nun eine Kärntner Fotografin engagiert wurde, stößt Pelikan sauer auf. „Ich war bei meinen Ex-Kolleginnen im Leader-Büro schon vor einiger Zeit vorsprechen und habe genau meine Leistungen erklärt“, so Pelikan.

Filipp: "Kein rechtliches Vergehen begangen"

Die NÖN fragte bei Christine Filipp, Leiterin des Leader-Büros Weinviertel Ost, nach: „Wir haben bereits 2018 Angebote nach dem Bundesvergabegesetz eingeholt. Wir sind verpflichtet, den Billigstbieter zu nehmen.“

Sie ergänzt: „Ich habe kein rechtliches Vergehen begangen.“ Das Gespräch mit Pelikan fand laut Filipp nach der Ausschreibung statt. Und sie fügt hinzu: „Warum kontaktiert mich Verena Pelikan nicht direkt, sondern lässt mir ihre Beschwerden über die Presse ausrichten?“ Den Weg verstehe Filipp nicht.

Leader-Region-Obmann VP-Bürgermeister Kurt Jantschitsch aus Bad Pirawarth stellt sich hinter seine Mitarbeiter: „Die Damen leisten gute Arbeit, machen sehr viel und sind sehr engagiert. Es kann niemand sagen, wir hätten nichts für die Region übrig.“

„Ich kann zum Buch selbst nichts sagen, ich kenne es noch nicht. Es geht auch nicht darum, dass ich es schlechtreden will“, betont Pelikan.

Filipp ist wichtig: „Ich schau immer, dass wir die Region weiterbringen.“