Neuer Kindergarten: Aufregung um „Klotz“. Nach Erweiterung in Rekordzeit sorgt Gestaltung des Vorplatzes für Ärger.

Von Red. Gänserndorf. Erstellt am 12. April 2019 (06:12)
Für den ehemaligen VP-Gemeinderat Hanns Krenn ist es unverständlich, dass man vor dem neu gestalteten Kindergarten in Eckartsau diesen übereinen Meter hohen Betonklotz installierte.
Schordan

Nachdem der Eckartsauer Kindergarten in Rekordzeit um eine dritte Gruppe erweitert wurde, sorgt nun die Erneuerung des Vorplatzes für Unmut in der Bevölkerung: Dort entsteht nun eine Baumscheibe rund um einen über einen Meter hohen Betonsockel – und der ist für manche Ortsbewohner der „Stein des Anstoßes“.

Der ehemalige langjährige VP-Gemeinderat Hanns Krenn und einige andere Bewohner finden diesen „Betonklotz“ vor der Fassade des Kindergartens unangebracht.

VP-Bürgermeister Rudolf Makoschitz zeigt sich wenig erfreut über den Unmut: „Es betrübt mich, wenn einzelne Personen ohne grundlegendes Wissen an die Öffentlichkeit (in diesem Fall die Presse) treten und die Berücksichtigung ihrer Meinung lauthals und uneingeschränkt einfordern. Ich bin jederzeit – sogar im Urlaub – für alle Eckartsauer erreichbar und es schmerzt besonders, wenn Personen, ohne kompetente Auskunft einzuholen, Unruhe und Unmut in unsere tolle Ortsgemeinschaft bringen.“ Leider könnten sich einige Personen das Endergebnis dieser Maßnahmen nicht vorstellen und würden annehmen, dass der jetzige Rohbauzustand so bleibe.

Bürgermeister konnte 60.000 Euro einsparen

Der Bürgermeister leitete sämtliche Maßnahmen (Grobplanung, Bewilligungsverfahren, Ausschreibung, Angebotsverhandlungen, Bauleitung, Abrechnung, Abnahme und Behördenwege) für alle 17 Firmen der Zu- und Umbauarbeiten des Kindergartens mit großem Zeitaufwand und ohne Kosten für die Gemeinde. Damit konnte er laut Honorarordnung der Gemeinde rund 60.000 Euro ersparen.

Die Bauarbeiten umfassten neben der Erweiterung um eine dritte Kindergartengruppe mit Sanitär- und Abstellraum auch eine Generalsanierung des Kellers sowie die Errichtung einer externen Stiegenanlage. Auch die bestehende überdachte Terrasse erweiterte man in Richtung Garten. Mitte Mai soll der „runderneuerte“ Kindergarten offiziell eröffnet werden, wo dann das „Endergebnis“ betrachtet werden kann.