Resolution gegen 100er vor Schule in Gänserndorf-Süd. Grüne brachten Antrag ein, der von allen Fraktionen mitgetragen wird. Man will eine Geschwindigkeits-Beschränkung vor der neuen Volksschule in Gänserndorf-Süd.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 25. Dezember 2019 (05:58)
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Auch in der Stadt wurden zuletzt Maßnahmen gesetzt, um die Verkehrs-sicherheit zu erhöhen, wie hier an der Kreuzung Hauptstraße/Schönkirchner Straße.
Gemeinde

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde eine Resolution der Grünen für eine Temporeduktion vor der Volksschule in Gänserndorf-Süd einstimmig verabschiedet. „Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist die Bezirkshauptmannschaft zuständig. Die Gemeinde kann nur ansuchen – die Entscheidung trifft die BH“, erklärt Grünen-Fraktionssprecherin Beate Kainz.

Grünen-Sprecherin Gemeinderätin Beate Kainz: „Autos fahren mit 100 km/h an Schülern und stehenden Bussen vorbei.“
Schindler

Das Problem im Detail: Nachdem sich die Autobus-Haltestelle vor der Schule außerhalb des Ortsgebiets, also im Freiland, befindet, dürfen alle Autos und Lastwägen mit 100 km/h an den stehenden Bussen und den Schülern vorbeifahren. „Das ist natürlich sehr gefährlich“, betont Kainz.

Und weiter: „Wir hoffen, mit dieser Resolution eine rasche und sinnvolle Geschwindigkeits-Beschränkung zu erwirken. Wenn die Behörde nicht reagiert, muss eben die Gemeinde den Antrag auf Ausweitung des Ortsgebietes stellen.“ Dadurch rücke die Volksschule ins Ortsgebiet und die Gemeinde könnte den ortsüblichen 50er während der Schulzeiten sogar noch auf 30 reduzieren, fasst die Grüne zusammen.

VP-Verkehrsstadtrat Manfred Trost: „Wir haben bereits Maßnahmen in die Wege geleitet, um ein Tempolimit zu erwirken.“
Photovoxi

Was sagt eigentlich VP-Verkehrsstadtrat Manfred Trost zur besagten Situation auf der Neusiedler Straße L 11? „Im besagten Abschnitt ist ein zusätzlicher Fahrbahnteiler vorgesehen, um hier eine Temporeduktion zu bewirken.“ Konkrete verkehrstechnische Planungen und einen diesbezüglichen Gemeinderatsbeschluss sowie die entsprechende verkehrsrechtliche Bewilligung gebe es bereits seit Monaten.

„Bedauerlicherweise konnten bis jetzt die für den Fahrbahnteiler notwendigen Grundeinlösungen mit dem Eigentümer nicht abgeschlossen werden“, so der Stadtrat weiter. Weil nicht abzuschätzen ist, wie rasch man den Fahrbahnteiler nun errichten kann, leiteten VP-Bürgermeister René Lobner und Trost bereits Maßnahmen in die Wege, um zumindest eine Geschwindigkeits-Beschränkung zu erwirken.

„Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass wir nach einer erfolgten Verkehrsverhandlung mit der BH bis zum Semesterstart im Februar 2020 eine Lösung umsetzen können“, betont der Stadtrat. Die Verkehrsverhandlung sei für Mitte Jänner anberaumt. „Wir sehen die Resolution als Unterstützung und auch, um daraus kein Wahlkampfthema zu machen. Das ist für Verkehrssicherheit nicht unbedingt förderlich und vorteilhaft“, so Trost abschließend.