Marchfeld-Damm fast fertig saniert. Erneuerung der Anlagen zum Hochwasserschutz früher als geplant.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. Oktober 2019 (04:40)
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Norbert Knopf (Abteilung Wasserbau, NÖ Landesregierung), Christoph Windisch (VP-Bürgermeister Mannsdorf), VP-Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Hans-Peter Hasenbichler (Geschäftsführer „viadonau“), Rudolf Makoschitz (VP-Bürgermeister Eckartsau) und Gerhard Gürtlich (Sektionschef BMVIT, v.l.)
NLK Filzwieser

Seit 2017 wird das im Eigentum der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) stehende Hochwasserschutzsystem Marchfeld-Schutzdamm durch „viadonau“ generalsaniert. Ein Großteil der Arbeiten konnte nun früher als geplant abgeschlossen werden. Die Runderneuerung des Hochwasserschutzes bedeutet Sicherheit für 30.000 Bürger in Wien und NÖ.

„Trotz widriger Witterungsbedingungen zeichnete sich schon im Frühjahr 2019 ein gutes Vorankommen der Bauarbeiten ab. So war bei dem am Marchfeldschutzdamm eingesetzten Sanierungsverfahren mittels innen liegender Dichtwand, bei dem der Damm nicht geöffnet werden muss, durch den Einsatz von Dichtwandfräsen ein hohes Arbeitstempo möglich, während die Schutzfunktion des Dammes stets intakt blieb“, erklärt Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler von der „viadonau“.

"In NÖ investieren wir massiv in den Hochwasserschutz"

In den Abschnitten Schönau – Witzelsdorf und Stopfenreuth – Rußbach ist das Ende der Sanierung spürbar. So sind die Wiederherstellung der Wege und der Rückbau von Lagerflächen in vollem Gange. Auch am Schönauer Rückstaudamm schreiten die Arbeiten zügig voran: Seit Juni wird die Dammdichtwand eingefräst. Parallel läuft die elektromaschinelle Ausrüstung der Pumpwerke sowie die Neuerrichtung der zweiten Rußbachbrücke im Gemeindegebiet von Engelhartstetten.

Der rasche Baufortschritt ermöglicht auch günstigere Bedingungen für Fahrradenthusiasten. So wird ein Großteil der Radwegumleitungen voraussichtlich nur bis Ende 2019 erforderlich sein. „Gerade mit Blick auf künftige extreme Wetterereignisse ist die Bedeutung dieses Hochwasserschutzsystems nicht hoch genug einzuschätzen“, ist Infrastrukturminister Andreas Reichhardt überzeugt. Das Bundesministerium für Verkehr finanziert das Projekt mit 77 Mio. Euro (70 Prozent der Gesamtkosten).

„In NÖ investieren wir massiv in den Hochwasserschutz. Die Sanierung des Dammes ist ein wichtiges Projekt um 110 Mio. Euro, das wir zusammen mit dem Bund und der Stadt Wien umsetzen. Gerade im ,Grünen Ring‘ um Wien wollen wir das Bild unserer Heimat bewahren und seltene Arten schützen“, erklärt VP-Landeshauptfrau-Vize Stephan Pernkopf.