40 % Zustimmung für Glasfaser-Ausbau nötig. Engelhartstetten wirbt bei Bürgern um Zustimmung für Web-Ausbau.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 03. Juli 2020 (03:58)
Monika Heindl (NÖ Regional) und Alexander Masek (nöGIG) beantworteten im Stopfenreuther FF-Haus die Fragen zur möglichen Glasfaserleitung.
Havranek

Bis Ende Juli haben die Bürger der gesamten Marktgemeinde noch Zeit, ihr Interesse an einer Glasfaserleitung für schnelleres Internet zu bekunden.

Wenn das mindestens 40 Prozent der Haushalte tun, wird das Highspeed-Internet Realität. Um diese „einmalige Chance für die Gemeinde“ (VP-Bürgermeister Josef Reiter) zu nutzen, gab es in den vergangenen Tagen Informationsveranstaltungen in allen Katastralgemeinden.

Reiter und der zuständige VP-Gemeinderat Leo Sabeditsch stellten gemeinsam mit Alexander Masek von der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) und Monika Heindl (NÖ Regional) das Projekt vor und standen den interessierten Bürgern Rede und Antwort. Die nöGIG wurde vom Land NÖ gegründet und ist Teil der NÖ Breitband-Holding. Sie errichtet und betreibt Glasfasernetze abseits der Ballungsräume und sorgt damit für zukunftssicheres Breitbandinternet in ländlichen Regionen.

Reiter und Sabeditsch berichten von zähen Verhandlungen, bis die Gemeinde in den erlauchten Kreis der Kandidaten für eine Verlegung des Glasfasernetzes kam: „Es dauerte über drei Jahre, bis wir in Betracht gezogen wurden und weitere 1,5 Jahre, bis das Projekt präsentiert werden konnte. Nur wenige Gemeinden im Land Niederösterreich bekommen so eine Chance.“

Leerverrohrung mit neuer Wasserleitung

Die Leerverrohrung wird in einigen Katastralgemeinden mit den neuen Wasserleitungsrohren verlegt, aktuell passiert das in Engelhartstetten und Loimersdorf. „Dafür mussten wir schon 120.000 Euro für die zusätzlichen Arbeiten ausgeben. Dieses Geld bekommt die Gemeinde aber zurück, wenn das Projekt zustande kommt“, informierte Reiter.