Bauarbeiten am Schulweg: SPÖ hat Angst um Kinder. Engelhartstettens SPÖ-Parteichef Svatunek sieht Volksschüler in Gefahr: „Aufgrund der Baustellen müssen sie auf der Fahrbahn gehen.“ ÖVP-Bürgermeister Josef Reiter dementiert: „Stimmt alles nicht.“

Von Thomas Schindler. Erstellt am 11. September 2020 (05:02)
Hier an der Kreuzung Hauptstraße/Bahnstraße zum Beispiel kann der Gehsteig nicht benutzt werden.
SPÖ

Derzeit ist die Gemeinde – übertrieben gesagt – eine einzige Straßenbaustelle. Grund: Es wird der Kanal repariert, eine neue Wasserleitung und ein Breitband-Internet kommen und die Stromleitungen werden unter die Erde verlegt.

Das Problem dabei: Viele Gehsteige sind im Moment Künetten und können somit nicht benutzt werden. Deshalb schreit die SPÖ auf. Parteivorsitzender Anton Svatunek hat Angst um die Kinder: „Sie müssen auf ihrem Weg zur Schule auf der Fahrbahn gehen.“

Was extrem gefährlich sei – schließlich herrsche in Engelhartstetten reger Straßenverkehr. Svatunek: „Dort fahren jede Menge Lkw und Baustellenfahrzeuge.“

Wo zum Beispiel ist der Gehsteig nicht benutzbar? „Bei der Kreuzung Hauptstraße/Bahnstraße“, weiß der SPÖ-Chef. „Stimmt nicht“, kontert VP-Bürgermeister Josef Reiter: „Gegenüber kann der Gehsteig problemlos verwendet werden. Svatunek kennt offenbar die Situation nicht.“

Der wiederum dreht den Spieß um: „Ich glaube eher, Reiter kennt sich in seiner eigenen Gemeinde nicht aus. Wie nämlich sollen die Kinder gefahrlos auf die andere Straßenseite kommen, ohne die Fahrbahn zu überqueren?“ Reiter: „Über den Zebrastreifen.“ Svatunek: „Der ist doch viel zu weit entfernt.“

Der VP-Ortschef abschließend über seinen Kontrahenten: „Er ist ein Querulant. Er soll die Menschen in Ruhe lassen, die für die Gemeinde arbeiten und nicht gegen sie.“