Das Wasser wird teurer

Der Bau der Aufbereitungsanlage steht aufgrund der Insolvenz einer Firma derzeit still. Kurios: Die Mandatare hatten Probleme, sich auf einen Straßennamen zu einigen.

Stefan Havranek Erstellt am 27. November 2016 | 07:49
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Wasserversorgung: Trinkwasser in Quellwasserqualität
Foto: NOEN, EVN - Raimo Rumpler

Im Zentrum der Diskussion des Gemeinderats stand diesmal eine Anhebung der Wasserabgabe. Dabei war diese Gebühr erst im Vorjahr angehoben worden, wie geschäftsführender SP-Gemeinderat Andreas Zabadal bemerkte: „Eine Erhöhung um 135 Prozent. Im Vorjahr wurde die Bereitstellungsgebühr von 45 auf 90 Euro gesetzt und jetzt steigt sie auf 105 Euro.“

Geschäftsführender VP-Gemeinderat Erich Welleschitz: „Gutes Wasser muss etwas wert sein.“ Auch VP-Bürgermeister Josef Reiter verteidigte die Erhöhung: „Die Siedlungen werden erweitert und es gab die Vorgabe vom Land, die Gebühren anzuheben.“ Die zehn ÖVP-Mandatare setzten sich in der Abstimmung schließlich gegen neun Oppositions-Stimmen durch. Der Einheitssatz steigt von 3,85 auf 7,38 Euro, die Wassergebühr von 1,50 auf 1,60 Euro und die Bereitstellungsgebühr von 90 auf 105 Euro.

Ehemaliges Gelände des Lagerhauses verkauft

Auch der Bericht des Bürgermeisters brachte interessante Aspekte: So wurde das ehemalige Lagerhaus-Gelände verkauft – der neue Besitzer wird es laut Reiter zum Putzen von Getreide verwenden. Probleme gibt es bei der Wasserversorgungsanlage: „Brunnen und Halle sind gebaut, die Leitungen bis Engelhartstetten verlegt, es wären nun Fliesenleger-Arbeiten angestanden – jetzt ist aber die ausführende Firma insolvent und der Bau musste vorübergehend eingestellt werden. In den Wintermonaten wäre da aber ohnehin nicht viel passiert, wir müssen abwarten, wie es jetzt weitergeht.“ Auch beim geplanten Windpark ist derzeit noch ein Revisionsverfahren laufend.

Zum Kuriosum wurde ein an sich „harmlos“ wirkender Tagesordnungspunkt, nämlich die Bestimmung von Straßenbezeichnungen in Engelhartstetten und Loimersdorf: Weil man sich nicht einigen konnte, nach welchem österreichischen Komponisten eine neue Straße benannt werden soll, musste die Sitzung unterbrochen werden. Nach zehnminütiger Pause hatten sich die Mandatare auf „Ziehrergasse“ geeinigt. In Loimersdorf wird es künftig einen „Lavendelweg“ geben.

Die VP-Mehrheit entschied, das Ziviltechnikerbüro Vanek für die Gemeinde zu beauftragen – gegen die Stimmen der Opposition. Diese bemängelte, dass ebendieses Büro jene Firma empfohlen habe, die für die Wasserversorgungsanlage verantwortlich, jetzt aber insolvent ist. Die VP dementierte.