Streit um Äcker geht heiß weiter. SP-Zabadal sieht VP-Ortschef Reiter in der Verantwortung für zu günstigen Verkauf.

Von Erwin Nußbaum. Erstellt am 08. Februar 2017 (04:39)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Reinhold Schwab (links im Bild)  kam nicht zur Sitzung, jetzt könnte sie wiederholt werden. VP-Bürgermeister Gernot Haupt (rechts im Bild) wartet auf die Entscheidung des Landes.
Privat/ Archiv

Der Streit um angeblich zu günstig verkaufte Felder geht weiter: Geschäftsführender SP-Gemeinderat Andreas Zabadal hatte VP-Bürgermeister Josef Reiter kürzlich vorgeworfen, gemeindeeigene Äcker wissentlich unter Wert veräußert zu haben, um ihm nahestehende Bauern günstig mit Flächen zu versorgen (die NÖN berichtete). Reiter verwies daraufhin auf die eigene Verantwortung des Roten – dieser habe nämlich selbst den Verkauf der Äcker abgesegnet. Zur Information: Zabadal war selbst bis zur Gemeinderatswahl 2015 Bürgermeister der Gemeinde.

Der rote Ex-Ortschef legt nun noch ein Scherflein nach: „Unter meiner Amtszeit wurde nur das Prozedere für den Verkauf festgelegt – den Abschluss der Verhandlungen und den Verkauf hat Reiter gemacht.“ Zabadal gibt außerdem zu bedenken: „Eine Ausschreibung innerhalb der Großgemeinde – so dass auch ‚Nichtpächter‘ und Landwirte aus allen Katastralgemeinden mitbieten hätten können, hätte den Preis erheblich verbessert.“

Verkauf sei abgesprochen gewesen

Das lässt Reiter nicht auf sich sitzen: „Dieser Verkauf war in dieser Form komplett mit der SPÖ abgesprochen und es waren alle informiert.“ Und Reiter weiter: „Es wäre ein Chaos herausgekommen, wenn wir die Äcker öffentlich in der Gemeinde ausgeschrieben hätten. Ohne Vorregelung wäre da wild durcheinander gekauft worden.“ Und der Ortschef abschließend: „Wenn da mit den Preisen pro m² etwas nicht gestimmt hätte, wären wir bestimmt schon angezeigt worden.“