„Grüner Ring“ für Region. VP-Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf spricht von „größtem Regionalplanungsprojekt NÖs“. Ziel ist Strategie für Siedlungsentwicklung und Betriebsflächen.

Erstellt am 15. Oktober 2018 (20:01)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
VP-Landesvize Stephan Pernkopf und VP-Landtagsabgeordneter René Lobner (r.).
NLK Burchhart

In der Ostregion und um Wien sollen Agrar- und Grünräume in einem „Grünen Ring“ gesichert werden – der Start zum laut VP-Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf „größten Regionalplanungsprojekt in der Geschichte Niederösterreichs“. Dabei sollen Potenziale für Siedlungsentwicklung und Betriebsflächen definiert und Siedlungsgrenzen sowie erhaltenswerte Landschaftsteile verordnet werden.

Entstehen sollen vernetzte Grünräume vom Biosphärenpark Wienerwald bis zum Nationalpark Donau-Auen sowie vom Weinviertel und Marchfeld bis zum Leithagebirge. „Wir wollen den ‚Grünen Ring‘ rund um Wien schließen“, erklärte Pernkopf. Der Verkehrs-, Siedlungs- und Nutzungsdruck in der Ostregion mit rund 2,5 Millionen Einwohnern sei groß.

Über die „große Chance für die Region“ freut sich auch VP-Landtagsabgeordneter René Lobner: „Es kann nicht sein, dass eine Ortschaft explodiert und eine andere dann den dadurch entstehenden Verkehr ,fressen‘ muss. Jede Gemeinde hat andere Ansprüche und deswegen wird nun definiert, wo Siedlungsgebiete entstehen sollen und wo nicht.“

In den kommenden Tagen bzw. Wochen beginnen zwei Leitplanungen im Bezirk Gänserndorf und im Gerichtsbezirk Schwechat. Beim Start sollen Vertreter aller Gemeinden anwesend sein, dann wird mit Experten gearbeitet. Der Prozess soll eineinhalb Jahre dauern.

Thomas Knoll, Geschäftsführer von knollconsult und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Landschaftsarchitektur, betont die Bedeutung von gemeinde- und länderübergreifender Zusammenarbeit. Es sei wichtig, sich etwa bei Grünräumen an der Grenze mit der Stadt Wien abzustimmen: „Grünräume sind die wichtigste Strategie für Klimaanpassung.“