Zuckersüß dank Riesen-Gerät. 2.900 Hektar Rüben aus der Region werden heuer verarbeitet, allein den Dürnkruter Lagerplatz verlassen bald täglich 1.000 Tonnen.

Von Angela Adensam. Erstellt am 13. September 2016 (03:51)
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Die Mannschaft der Rüben-Rodegemeinschaft mit Obmann Georg Mauser (l.) hat ihre neue Erntemaschine, den „Tiger“, gut im Griff und ist für die Zuckerrüben-Ernte gerüstet. Bevor die Kampagne beginnt, blieb noch Zeit für ein gemeinsames Foto auf dem Dürnkruter Rübenplatz. Foto: Adensam
Angela Adensam

Die Zuckerrüben sind herangereift und die Ernte hat begonnen. Die RübenrodeGemeinschaft Weinviertel hat ihre Fahrer für die neue Erntemaschine – eine „Ropa Tiger V 8/4“ – eingeschult. Mit dieser stehe nun Modernisierung und Ernte-Absicherung im Vordergrund.

„Tiger“ werden bald verstärkt unterwegs sein

2.900 Hektar Rüben müssen in der Region abgeerntet, österreichweit sind es 42.000 Hektar, die von 6.500 Bauern bearbeitet werden.

Seit vergangener Woche fahren die Vertragspartner der Agrana-Zuckerfabrik mit den Rüben zu den Lagerplätzen. Zur Zeit findet die Frühernte statt, am 20. Oktober beginnt die Haupternte. So werden bald wieder verstärkt „Tiger“ unterwegs sein.

Das Wesentliche am Rübenplatz in Dürnkrut sei der umweltschonende Bahn-Anschluss: Täglich werden 1.000 Tonnen per Zug in die Zuckerfabrik Leopoldsdorf gebracht. Die Kampagne, wie sich die Verarbeitung der Rübe nennt, dauert bis etwa 20. November.

Was und wie?

  • Die Zuckerrübe ist eine Feldfrucht mit rund 18 Prozent Zuckergehalt. Der tatsächliche Prozentsatz wird durch Abnahmen von Proben an der Waage entnommen und im Labor bestimmt.
  • Momentan läuft die Frühernte: Dabei wird nur tageweise geliefert, weil die Rübe raschest verarbeitet werden sollte, sonst geht Qualität verloren. Die Haupternte beginnt am 20. Oktober. Dann werden durchschnittlich bis zu 45.000 Tonnen am Dürnkruter Rübenplatz gelagert.