Fahrbahn zu schmal?. Gänserndorferin befürchtet, dass es in der Scheunengasse künftig ein Verkehrschaos geben wird. Die Stadtväter beruhigen: „Pläne müssen und werden auf jeden Fall eingehalten.“

Von Thomas Schindler. Erstellt am 02. Juli 2014 (10:01)
Wird die Scheunengasse in diesem Bereich zu schmal für den Gegenverkehr? Das lässt die Gemeinde jetzt noch einmal prüfen.
NOEN, Schindler
Heide Lang ist sauer. Die Ur-Gänserndorferin ortet einen straßenbautechnischen Lapsus in der Scheunengasse, wo derzeit der Parkplatz asphaltiert wird. „Hier wird viel zu weit in die Fahrbahn hinein gebaut. Dadurch wird die Straße zu schmal und bei Gegenverkehr kommen nicht mehr zwei Fahrzeuge aneinander vorbei“, ist sich Lang sicher.

Die Gänserndorferin weiter: „Gerade in diesem Bereich gibt es mehrere Behörden, somit auch viel Frequenz. Dazu kommt, dass hier eine neue riesige Siedlung entsteht. Ich verstehe nicht, warum man bewusst die Fahrbahn verschmälert, obwohl man genau weiß, dass hier künftig wesentlich mehr Autos als jetzt fahren werden.“

Für Lang steht fest: Mit solchen Aktionen wird ein Verkehrschaos regelrecht provoziert. „Würde man den Parkplatz nur um ein Stück weiter nach hinten versetzen, gäbe es keine Probleme und alle wären zufrieden“, so die Gänserndorferin.

„Wir werden uns das Ganze noch einmal genau ansehen“

Was sagen SP-Vizebürgermeister und Verkehrsstadtrat Josef Daubeck zu dieser Kritik? „Wir werden uns das noch einmal ansehen, ob die Baufirma richtig gemessen hat. Ich gehe aber davon aus. Die Breite einer Straße ist im Flächenwidmungs- und Bebauungsplan vorgegeben, daran gibt es nichts zu rütteln. Mann darf sie weder breiter noch schmäler machen.“

Laut Daubeck könnte es sein, dass die Scheunengasse auf der linken Seite in Blickrichtung Friedhofgasse noch verbreitert wird: „Das ist jetzt aber nur eine Vermutung von mir. Wie gesagt, wir werden uns das Ganze noch einmal genau ansehen.“

Eines gibt der Vizebürgermeister auch zu bedenken: „Die Leute schreien immer, dass sie breitere Straßen wollen. Diese verleiten aber zum Rasen. Und dann schreien wieder die Anrainer.“