Kaffee: Von Mexiko in Gänserndorfs Häferl. Weltladen-Team holte Pascual López Gutiérrez in die Bezirkshauptstadt. Dieser bewirtschaftet drei Hektar Kaffee-Plantagen.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 10. Oktober 2018 (04:03)
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Das Weltladen-Team gemeinsam mit Pascual López Gutiérrez (vorne, 3.v.l.) und EZA-Geschäftsführerin Andrea Schlehuber (vorne, 4.v.l.) in der Gänserndorfer Stadtbücherei.
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Wie kommt eigentlich der Kaffee ins Häferl von Herrn und Frau Gänserndorfer? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, lud das Team rund um Poli Zach-Sofaly, Obfrau des Vereins Bewusst Fair – Weltladen Gänserndorf, in die Stadtbücherei. Dabei konnte sie einen besonderen Gast präsentieren, nämlich den aus Mexiko stammenden Pascual López Gutiérrez, der drei Hektar Land bewirtschaftet und Gründungsmitglied sowie leitender Koordinator der Genossenschaft Yaxcoffee ist.

Seit 2013 arbeitet Yaxcoffee mit der EZA Fairer Handel zusammen und versorgt somit auch den Gänserndorfer Weltladen mit hochqualitativem Kaffee aus Mexiko. Bis das beliebte Heißgetränk allerdings aus dem Vollautomaten bzw. der Siebträgermaschine sprudelt, sind jede Menge Arbeitsschritte nötig. Nach der händischen Ernte der Kirschen werden zur Gewinnung des Rohkaffees die Fruchthaut, das Fruchtfleisch, der auf dem Pergamenthäutchen befindliche Schleim, das Pergamenthäutchen und – soweit möglich – auch das Silberhäutchen entfernt. „Eigentlich müsste der Kaffee teurer sein“, so Andrea Redlich vom Weltladen-Team, die sich in Mexiko gemeinsam mit ihrem Gatten selbst ein Bild von der Kaffeeernte machte.

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Pascual López Gutiérrez erläuterte den Weg von der Kaffeekirsche zum koffeinhaltigen Heißgetränk.
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Für López Gutiérrez bietet die Kooperation mit der EZA die Chance, das Leben seiner Landsleute in Mexiko zum Besseren zu verändern: „Der Weltmarktpreis für Kaffee ist skandalös niedrig. Dank der Abnahme durch die EZA ist der Preis stabiler und vorhersehbarer, das gibt den Bauern mehr Sicherheit.“ Während am Weltmarkt rund 100 US-Dollar für 45 kg Kaffee bezahlt werden, erhalten Fairtrade-Bauern bis zu 210 US-Dollar.

So können Bauern ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen. Diese wiederum würden sich dann aufgrund der besseren Bezahlung oftmals entscheiden, selbst als Landwirte zu arbeiten – eine Win-win-Situation.

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