Gänserndorf: „Home Invasion“ bei Haftausgang. Jener 32-jährige Täter, der im Juli eine Gänserndorferin in ihrem Haus überfallen hatte, wurde nun von der Polizei überführt.

Von Thomas Schindler und Gila Wohlmann. Update am 28. Oktober 2019 (12:57)
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Der „Home Invasion“-Fall vom 18. Juli dieses Jahres in Gänserndorf dürfte nun geklärt sein. Dies teilte die Polizei am Montag bei einer Pressekonferenz in St. Pölten mit.

Wie die NÖN berichtete, hatte ein vorerst unbekannter Täter eine alleinlebende 62-Jährige in ihrem Wohnhaus überfallen. Der Mann erbeutete Schmuck und Bargeld. Anschließend fesselte er sein Opfer und flüchtete. Das besonders Tragische: Die Frau war innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal Opfer einer brutalen „Home Invasion“ geworden.

Bereits am 23. September 2018 wurde sie in ihrem Wohnhaus überfallen, beraubt und gefesselt. Der damalige Täter, ein 51-Jähriger, konnte festgenommen und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt werden.

Auch der zweite Täter konnte relativ rasch ausgeforscht werden. Am 7. August, also drei Wochen nach dem Überfall, klickten bei einem einschlägig vorbestraften 32-jährigen die Handschellen. Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann den Raubüberfall in Gänserndorf während eines genehmigten Haftausganges aus der Justizanstalt Krems verübt hatte.

„Der Täter konnte auch durch die guten Bilder der Videoüberwachung, die die Dame auf ihrem Anwesen installiert hat, ausgeforscht werden“, erläutert dazu Landespolizeidirektor-Stellvertreter Franz Popp. Dadurch konnten Fahndungsbilder in den Medien veröffentlich werden.

„Beide Täter kannten einander durch ihren gemeinsamen Haftaufenthalt in der Justizanstalt Krems. Dort haben sie über ihre Straftaten gesprochen“, sagt Josef Deutsch, Leiter des Ermittlungsbereich Mord, wieso der 32-jährige Wiener gerade diese Dame überfiel.