Regionalbad in Gänserndorf ist fast fertig. Schwimmbecken ist dicht. Diesen Freitag geht das Pre-Opening mit der Landeshauptfrau über die Bühne. Regulärer Betrieb startet am 1. Februar um 9 Uhr.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:15)
Schwarzes Wasser? Das war der Farbtest. Bei der Eröffnung wird es natürlich wieder glasklar sein.
Gemeinde

Das künftige Regionalbad ist fast fertig: Derzeit laufen die letzten Bauarbeiten. Der Voreröffnung diesen Freitag mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und dem Beginn des regulären Betriebes am 1. Februar um 9 Uhr steht somit nichts mehr im Wege.

„In den vergangenen Tagen haben wir den Farbtest im großen Becken des Bades durchgeführt“, berichtet VP-Bürgermeister René Lobner im NÖN-Gespräch. Dabei wurden die Dichtheit des Beckens sowie die Funktion der Wasserdüsen getestet: „Es gab nichts zu beanstanden.“

Was fehlt jetzt noch? Lobner: „Die Verkabelung für den Computer-Server und den Router, die Einrichtung im Kassa-Bereich und Bademeisterraum sowie ein paar Teile in den Sanitäranlagen. Weiters fehlen noch zwei Glaswände und die Maler-Abschlussarbeiten.“ Übrigens: In der Zeit zwischen der Voreröffnung und dem regulären Start wird es noch einen Testbetrieb mit den Schulen geben.

90 gratis Parkplätze für Badbesucher

Das neue Hallenbad ist 1.800 Quadratmeter groß. Es gibt 240 Kästchen für die Besucher. Das wettkampftaugliche Schwimmbecken mit seinen sechs Bahnen ist 16 mal 25 Meter groß und zwischen 1,80 und 3,55 Metern tief. Dazu kommt noch ein sogenanntes Lehrschwimmbecken in der Größe von 6 mal 10 Metern. Dieses ist lediglich 70 Zentimeter bis 1,05 Meter tief. Neben einem Drei-Meter-Sprungturm gibt es ein Ein-Meter-Sprungbrett, eine Sky-Climbing-Kletterwand und eine Aquacross-Seilkletteranlage, die in Österreich einzigartig ist. Vor der Schwimmhalle warten 90 Parkplätze, die natürlich nur für Badbesucher gratis sein werden.

Finanziell beteiligen sich über 30 der 44 Gemeinden des Bezirks am Projekt. Der Deal: Sie unterstützen das Bad die nächsten 20 Jahre jährlich mit einem Euro pro Einwohner – als Gegenleistung erhalten sie unter anderem Ermäßigungen beim Badbesuch.

Zur Erinnerung: Das alte Hallenbad, errichtet im Jahr 1980, war nicht nur desolat, sondern auch schwer defizitär – an die 450.000 Euro Verlust produzierte es zuletzt jedes Jahr. Das neue Regionalbad kostete etwa acht Millionen Euro, wobei ungefähr die Hälfte von diversen Förderungen stammt.