Groß-Enzersdorfer Kommandant: „20 Jahre sind genug“. Langjähriger Kommandant Christian Lamminger tritt nicht mehr an.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 08. Januar 2021 (04:23)
Christian Lamminger mit seinem bisherigen Stellvertreter Manfred Unger (v.l.) am Feuerwehrkirtag – als Corona noch kein Thema war.
Kremsmayer

Einige Neuigkeiten werden die anstehenden Feuerwehrwahlen in Groß-Enzersdorf bringen. Von den Kommandanten der acht Katastralgemeinden werden nur drei nochmals kandidieren.

In der Stadt Groß-Enzersdorf wird das ganze Kommando unter Christian Lamminger abtreten, noch ist die Nachfolge nicht geklärt. Lamminger wird ebenso als Unterabschnittskommandant aufhören. „20 Jahre sind genug“, sagt er. Insgesamt war er seit 1977 bei der Feuerwehr, 43 Jahre lang, „ich bin sicher an die 5.000 Einsätze gefahren, jährlich rund 200.“ Jetzt ist er auch gesundheitlich angeschlagen und muss zumindest für einige zeit leiser treten: „Das ist zwar nichts für mich, ich bin das Anpacken gewöhnt, aber es muss jetzt sein.“

„Ich hätte mir gewünscht, dass die Kommandanten noch eine Periode weitermachen“ SP-Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec

Ein wenig wehmütig ist er schon, denn es gab weder einen „letzten“ Kirtag, noch wird es einen letzten Feuerwehrball geben, auch seine eigene Verabschiedung wird in ganz nüchternem Rahmen, ohne Ansprachen oder Umtrunk bei der Neuwahl am 23. Jänner erfolgen. Sein bisheriger Stellvertreter, Manfred Unger, wird um Lammingers Nachfolge kandidieren, hat aber einen Gegenkandidaten: Engelbert Herney, der auch im Landesfeuerwehrkommando engagiert ist. Er ist dort unter anderem für den Katastrophenhilfsdienst verantwortlich. Auch als Stellvertreter stellen sich zwei Kandidaten der Wahl: Daniel Klement und Thomas Hamra.

Engelbert Herney wird gegen Markus Unger bei der Wahl zum FF-Kommandanten von Groß-Enzersdorf antreten.
Feuerwehr

In Rutzendorf wird Markus Roskopf nach der Wahl nicht mehr das Kommando führen, auch er findet, dass 20 Jahre Kommando genug seien: „Wir haben als kleine Feuerwehr schon viel erreicht, nicht zuletzt ein neues Feuerwehrhaus samt schöner Gerätschaften.“ Als sein Nachfolger ist Alfons Demel vorgesehen, Roskopf bleibt aber Abschnittskommandant.

Wechsel an der Spitze sind weiters in Schönau, Franzensdorf und Oberhausen angesagt. In Oberhausen gibt es gleich drei Kandidaten sowohl für das Amt des Kommandanten wie auch für die Position des Stellvertreters.

„Ich hätte mir gewünscht, dass die Kommandanten noch eine Periode weitermachen würden. Gerade in Zeiten, wo keine Zusammenkünfte möglich sind, wäre das auch für eine harmonische Wahl und die Neuen einfacher gewesen“, sagt dazu SP-Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec. Dem Kommandantenposten treu bleiben aber nur Erich Amann aus Probstdorf, Andreas Ryva aus Wittau und Walter Lindner in Mühlleiten.

Die Wahlen werden ab dem 6. Jänner im Rahmen von schlichten Zusammenkünften – mit ausführlichen Corona-Konzepten, aber ohne Ansprachen oder anschließende Feiern – stattfinden müssen.