FPÖ-Marek fordert: „Zuerst Frauenhäuser, dann die Flüchtlinge“. Der ehemalige FPÖ-Bezirkschef Hubert Marek fordert, zunächst Österreicher, die von Armut betroffen sind, zu unterstützen.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 03. September 2015 (06:12)
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Hubert Marek
NOEN, NÖN

Die NÖN berichtete vergangene Woche über die Initiatorinnen von „Weinviertel hilft“, die von Gemeindebewohnern zum Teil wüst beschimpft werden.

Sabrina Schandel und Nina Klaus hatten Spenden für die Flüchtlinge in Traiskirchen gesammelt und diese vor Ort verteilt, was so manchem Asyl-Kritiker ein Dorn im Auge war.

„Was die Frauenhäuser nicht benötigen, soll an die Flüchtlinge gehen“

Darauf angesprochen erklärten die Initiatorinnen im NÖN-Gespräch: „Dinge, die die Flüchtlinge nicht gebrauchen können, spenden wir zum Beispiel an Frauenhäuser – auch ,unsere Österreicher‘ profitieren also von den gespendeten Sachen.“

Diese Einstellung kommt längst nicht bei allen gut an: Hubert Marek, ehemaliger Bezirkschef der Freiheitlichen, der vor fast genau zwei Jahren seine Funktion aus eigenen Stücken zurücklegte (die NÖN berichtete), meldete sich nun diesbezüglich zu Wort.

Er spricht von einer „Abwertung der Frauen“ und fordert im Umkehrschluss: „Was die Frauenhäuser nicht benötigen, soll an die Flüchtlinge gehen.“ Immerhin würden in diesen und ähnlichen Einrichtungen die ärmsten der armen Österreicher leben.