Naturrefugium ist geplant. Nach der Rodung der alten Eschen und Robinien wird ein Konzept für eine ökologische Neuanlage des kleinen Waldes in Franzensdorf erarbeitet. Das Ziel ist ein sich selbst erneuernder Mischwald.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 26. Februar 2021 (03:37)
Ein Biotop soll in Franzensdorf entstehen: Ortsvorsteher Robert Nepp (SPÖ) und Margit Huber (Grüne) packen mit an.
Grüne

Mitten in Franzensdorf steht ein kleiner Wald, besser gesagt stand. Denn die Parzelle musste wegen der faulen Eschen und der wuchernden Robinien (Scheinakazien) fast vollständig gerodet werden „Doch in dieser radikalen Rodung liegt auch eine Chance für einen Neuanfang“, sagte sich Franzensdorfer Ortsvorsteher Robert Nepp (SPÖ) und holte sich Grünen-Gemeinderätin Margit Huber ins Boot, die ein Konzept für eine ökologische Neuanlage des Wäldchens erarbeitete.

So soll hier ein kleines Naturrefugium inmitten der Wohnsiedlung entstehen. „Das Konzept basiert auf der Pflanzung von standort- und klimawandelangepassten Baumarten, umpflanzt mit einer Wildsträucherhecke, die nach einer gestaffelten Blütezeit rund ums Jahr Nahrung für die Vogelwelt bieten wird“, erklärt Margit Huber. In den ersten Jahren wird auch eine sogenannte „Benjeshecke“ die Waldparzelle einfassen, damit die kleinen Bäume ungestört wachsen können.

Das ist eine Abgrenzung, in der zwischen Holzstehern Zweige und Äste aufgeschlichtet werden und die auf diese Weise Kleintieren und Vögeln Unterkunft und Nistplätze bietet. In der Folge sind auch Biotopbäume und Totholzhaufen vorgesehen, damit kleine Tiere wie Igel oder Käfer ausreichend Lebensraum finden. „Ziel ist ein sich selbst erneuernder Mischwald, an dem künftige Generationen Freude haben“, erläutert Huber.

Vergangenes Wochenende gab es schon die erste Möglichkeit zum Anpacken: Die Grundlage für die Hecke wurde gelegt. „Aber es gibt noch viel zu tun, helfende Hände sind herzlich willkommen“, ruft Ortsvorsteher Nepp seine Mitbürger auf, auch Baumpatenschaften seien erwünscht. „Diesen Samstag geht es dann weiter, wir helfen hier alle zusammen“, schließt Nepp.